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Döbeln Besucher dürfen neue Produkte kosten
Region Döbeln Besucher dürfen neue Produkte kosten
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00:18 06.09.2017
Auch das leckere „Hirschblut“ durfte beim Tag der offenen Tür nicht fehlen. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Neugreußnig

Zum Start in die neue Apfelsaftsaison gab es am Sonntag in der Kelterei Sachsenobst einen Tag der offenen Tür. Nach fünf Jahren Pause ließ sich das Unternehmen mit seinen 40 Mitarbeitern mal wieder bei der Saftherstellung in Presse, Tanklager und Abfüllanlage schauen und die Besucher durften von einigen Neuerungen kosten.

Zum letzten Mal hatte Sachsenobst 2012 die Bürger eingeladen über das Werksgelände zu schlendern und mit den Saftherstellern zu feiern. „Wir hatten seit der Flut 2013 einiges mit dem Wiederaufbau zu tun, der erst jetzt abgeschlossen ist“, sagt Ronny Thiele, der gemeinsam mit Steffen Rockmann die Geschäfte der Kelterei führt. Der Betrieb ist jetzt soweit wie es an diesem Standort möglich ist, hochwassersicher gemacht worden. Dennoch war lange auch ein Standortwechsel im Gespräch. Gänzlich vom Tisch sind diese Pläne auch nicht. Im Moment werden sie aber nicht weiter verfolgt. Verfolgen konnten die Besucher am Sonntag den ganzen Tag, wie der Apfel in die Flasche kommt. Die Apfelernte hat im Obstland begonnen. Doch es wird eine schlechte Ernte wie lange nicht erwartet. Schuld daran sind die frostigen Nächte während der Apfelblüte im Frühjahr.

6000 bis 7000 Tonnen Äpfel werden in normalen Jahren in der Kelterei in Neu-greußnig zu Apfelsaft gepresst. Vier bis fünf Millionen Liter Apfelsaft kommen so auf den Markt. Neben dem Verkauf von Rohsaft an andere Abnehmer kommt der größte Teil davon in die Flaschen. Dabei ist die Glasflasche wegen ihrer Nachhaltigkeit gerade wieder besonders im Aufwind.

Ein Drittel der Äpfel, welche die Mitarbeiter im September und Oktober im Zweischichtsystem pressen, kommt von privaten Anlieferern, die ihre Äpfel zur Lohnmostproduktion bringen. „Die Streuobstwiesen sind dafür eine wichtige Quelle und die wollen wir fördern“, sagt Geschäftsführer Steffen Rockmann. So bekommt jeder, der 500 Kilogramm Äpfel abliefert, einen Apfelbaum seiner Wunschsorte geschenkt.

Zum Fest am Sonntag in der Kelterei gab es neben Betriebsführungen und einem Quiz rund um den Obstsaft auch Livemusik und eine Autogrammstunde mit dem mehrfachen Welt- und Europameister im Kanuslalom Jan Benzien. Zudem bekamen die erwachsenen Besucher auch eine Aufgabe als Produkttester. Denn Sachsenobst bringt gerade einen Johannisbeersecco in weiß, rot oder schwarz auf den Markt. Den sollten die Besucher kosten und bewerten.

Neue Produkte gibt es zudem im Glühweinsortiment und ganz neu sortenreine Säfte. Hierbei handelt es sich um Premium-Säfte, die ausschließlich aus einer speziellen Apfelsorte gepresst werden oder jeweils ausschließlich aus einer Sorte Johannisbeeren oder Kirschen entstehen. „Damit wollen wir unsere Obstbaukompetenz zum Ausdruck bringen. Denn so gezielt und bis zum Baum rückverfolgbar, können nur kleinere Betriebe produzieren.

Von Thomas Sparrer

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