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Döbeln Besucheransturm im Döbelner Freibad
Region Döbeln Besucheransturm im Döbelner Freibad
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19:40 19.08.2012

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Hellblau schimmert das Wasser im Döbelner Freibad. Scharenweise flitzen Kinder die Treppe der großen Wendel-Rutsche hinauf und brausen quietschend, mit Gebrüll oder lachend wieder hinunter. Nach allen Richtungen spritzt das Wasser, fette Blubber-Blasen sprudeln beim Eintauchen der Kinder im Schwimmbecken. "Wenn hier so viel los ist, hat jeder von uns ein System, wie er das Treiben beobachtet", erklärt Toni Bunzel, Fachangestellter für Bäderbetriebe in der Ausbildung. Bunzel und sein Kollege Bastian Kafitz müssen alles im Blick behalten: Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken und was sich am Rande des Badebereiches abspielt. Nebenbei verarzten die beiden noch kleinere Verletzungen. "Ab und zu gibt es mal einen Wespenstich, kleine Schürf- und Schnittwunden oder Prellungen", erzählt Bunzel.

Zur Abkühlung ins frische Nass, ist für die "Aufseher" während der Dienstzeit tabu. Nur die Füße dürfen ab und zu mal ins Wasser getaucht werden. Doch bei Außentemperaturen die 30- Grad-Marke, kühlt auch das Freibadwasser nur noch wenig. 24 Grad Wassertemperatur zeigt das Thermometer an.

In normalen Sommermonaten keine Seltenheit, in diesem Jahr allerdings schon. "In Jahren mit besserem Wetter hatten wir mehrere Wochenenden mit solchen Besucherzahlen", sagt Kassiererin Yvonne Liebmann. Damit bei solchen Menschenmassen trotzdem die Wasserqualität stimmt, wird ständig kontrolliert und gewechselt. "Das Wasser schwappt über, läuft in die seitlichen Rinnen und gelangt dann in einen Auffangbehälter", erklärt Bunzel. Anschließend wird das Freibadwasser gefiltert und mit Desinfektionsmittel versehen. Dann wandert es zurück ins Becken. Binnen vier Stunden wird durch dieses Verfahren der komplette Inhalt eines Beckens gewechselt, denn bei allem sommerlichen Spaß: Hygiene geht vor. Um diese technischen Dinge kümmern sich die Besucher hier nicht. Mit Krach stürzen Jugendliche vom Drei-Meter-Turm des Bades, um in gehockter Haltung auf dem Wasser aufzukommen und dadurch möglichst viel Wasser in die Luft zu spritzen. "Ein Fünf-Meter-Turm wäre cool", sagt der 15-Jährige Nico. "Mit dem Sprungbrett kommt man auch noch ein Stückchen höher als die drei Meter", kommentiert Toni Bunzel. Aber an diesem Wochenende galt ohnehin nur eins: Erfrischung.

(han). Es war das erste Wochenende für das Stadtbad Döbeln mit einem Besucher-Hoch in diesem Jahr. Mehr als 1700 Menschen verschafften sich Abkühlung in den Schwimmbecken oder brutzelten auf dem Rasen bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Besonders Kinder und Jugendliche hatten ihren Spaß beim Freibadbesuch. Die DAZ hat sich umgehört, welche Aktivitäten bei den Kids am beliebtesten sind.

Lucy (7) aus Döbeln: "Ich springe am liebsten vom Drei-Meter-Turm. Baden und Schwimmen sind meine Hobbys. Jetzt im Sommer bin ich fast jeden Tag hier. Im Urlaub konnte ich sogar in der Ostsee schwimmen.

Lucas (13) aus Döbeln: "Ich gehe gerne rutschen. Dabei versuche ich nur mit drei Punkten aufzuliegen: mit den Schulterblättern und mit einer Ferse. Dadurch wird man schneller. Aber ich finde, das Bad könnte eine größere, schnellere Rutsche gebrauchen."

Vicky (14) und Sophia (15) aus Döbeln: "Wir springen vom Ein- und vom Drei-Meter-Turm, aber meistens nur als Kerze. Im Freibad waren wir dieses Jahr erst achtmal und nur wenn schönes Wetter war. Dann suchen wir uns einen schattigen Platz und gehen ab und zu ins Wasser."

S. Hantzschmann

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