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Betonkrebs im Grünbecken

Betonkrebs im Grünbecken

Runde 1,2 Millionen Euro investiert die Landestalsperrenverwaltung derzeit in eines der wichtigsten Hochwasserschutzbauwerke in Döbeln. Noch bis zum Frühjahr 2012 werden am Amselgrundstaudamm aufwendige Betonarbeiten ausgeführt.

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Mitarbeiter der Firma Bau Logistik aus Döbeln betonieren im Amselgrundstausee am neuen Entnahmeturm. Wegen dem so genannten Betonkrebs mussten hier alle Bauwerke aus den 80-er Jahren erneuert werden.

Quelle: Thomas Sparrer

Döbeln. "Der Damm ist ein gut gebauter, solider Erdbau und sehr standsicher. Sorgen haben uns die zugehörigen Betonbauwerke aus den 80er Jahren gemacht. Denn hier hatten wird mit dem so genannten Betonkrebs zu tun", schildert Axel Bobbe, Leiter der Landestalsperrenverwaltung, Betrieb Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster in Rötha. Wie auf der Autobahn 14 treibt der Beton auseinander und wird bröselig. "Der Entnahmeturm als höchstes Betonbauwerk war dadurch schon nicht mehr standsicher. Deshalb mussten wir schnell handeln", so Bobbe weiter.

Seit Dezember sind bereits die Betonbauer der Firma Baulogistik Döbeln am Werk. Zunächst wurde das unterhalb des Dammes gelegene Auslaufbauwerk mit dem so genannten Tosbecken neu betoniert. Anschließend wurde der Entnahmeturm komplett abgerissen und wird nun neu aufgebaut. Das Bauwerk hat gleich mehrere wichtige Aufgaben. Zum einen sind in seinem Fuß die Rohrleitungen, durch die der Amselgrundbach bei normalem Wasserstand durch den Damm fließt. Außerdem befindet sich an dem Bauwerk ein Schütz, mit dem der Wasserfluss geregelt werden kann. Zudem ist der Betonturm nur ein klein wenig niedriger als der Damm und er ist hohl. Bei Hochwasser dient er sozusagen als Überlaufschutz, ähnlich wie man es in den Wänden von Waschbecken oder Badewannen kennt.

Trotz der noch bis Frühjahr 2012 laufenden Bauarbeiten ist das Rückhaltebecken unterhalb des Dammes jederzeit nutzbar. "Das mussten uns die Baubeteiligten zusichern. Im Ernstfall hält das Becken die Wassermassen des anschwellenden Amselgrundbaches zurück", so Axel Bobbe. Bis zum Jahresende sollen die Betonarbeiten möglichst abgeschlossen werden. Bis Frühjahr sollen dann wieder alle Geländer und Zäune stehen sowie alle Restarbeiten erledigt sein.

Das Staubecken gilt als so genanntes Grünbecken. Das heißt, es ist im Normalfall völlig leer. "Das Rückhaltebecken hat keinen Mindestwasserstand, weil in einem Ernstfall das gesamte Volumen vor der Staumauer für das Zurückhalten des anfallenden Wassers benötigt würde. Deshalb gibt es seit Anfang der 90er Jahre kein Wasser mehr im Amselgrundstausee", erläutert der Experte dazu.

 

 

Die Vergabe der Planungsleistungen für den Bau des Hochwasserschutzes in der Döbelner Innenstadt ist fast abgeschlossen und liegt nach der europaweiten Ausschreibung der Leistungen voll im Zeitplan. Nächstes Jahr im Frühjahr könnte Baurecht bestehen und mit großen Schritten gebaut werden.

Eine einzelne Klage eines Grundstücksanliegers sorgt bei der Landestalsperrenverwaltung für extreme Bauchschmerzen. Die Klage wurde vom zuständigen Verwaltungsgericht noch nicht aufgerufen. Im schlimmsten Fall könnte das bedeuten, dass im Frühjahr die Ausschreibungsunterlagen für die nächsten Hochwasserabschnitte vorliegen und man dann aber wegen des schwebenden Verfahrens nicht mit dem Bau beginnen kann.

Thomas Sparrer

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