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Döbeln Bewegung in Leisniger Einkaufslandschaft
Region Döbeln Bewegung in Leisniger Einkaufslandschaft
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00:47 25.07.2015
Das Leisniger "Mode-Eck" (links) wird derzeit umgebaut. Es öffnet im August wieder. Ins rechte Gebäude, ehemals Schreibwaren Lück, soll ein Steuerbüro einziehen. Quelle: S. Robak
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So schloss beispielsweise Lamms Eck, und gehört damit in die Riege der Lebensmittelläden, die aus dem Stadtbild verschwanden. Für Lubrichs Gemüseladen, schon länger geschlossen, trifft das Gleiche zu. Nachfolger gibt es nicht. Den Schließungen stehen aber Lichtblicke gegenüber.

Lücks Schreibwarenladen machte zwar ebenfalls aus Ruhestandsgründen zu. Doch dort soll wieder Leben einziehen. Das Haus ist eingerüstet, Fassade, Dach und Fenster werden erneuert. Das Haus soll Büroräume bekommen und eventuell ein Steuerbüro beherbergen. In zwei Modegeschäften standen zuletzt die Modepuppen als Nacktmodelle in den Schaufenstern. Es wurde zum Schlussverkauf eingeladen. Schließungsbefürchtungen waren in der Welt. Doch wie die Belegschaft beruhigt, stünden auch hier die Zeichen auf Modernisieren. Die Räume bekommen neues Interieur, was bis etwa August erledigt sein soll. An der Ecke der Chemnitzer Straße zum Lindenplatz, wo Gaby Schneeweiß ihr Nähstübchen hat, wird in Kürze ein Laden leer. Im gleichen Zuge füllt sich ein Ladengeschäft am Markt. "Ich habe mich entschlossen, in den früheren Laden Blume mit Stil zu ziehen", sagt Gaby Schneeweiß. Die Schneiderei, die neben Festmoden auch Spezielles für die Mittelalter- oder Wave-Gothik-Szene auf Wunsch anfertigt, brauche nach 13 Jahren am bisherigen Standort etwas mehr Platz. Für die Nähstübchen-Räume an der Ecke wird ein Nachmieter gesucht.

"In der Chemnitzer Straße haben wir eine neue Zoohandlung bekommen, am Markt kam ein Orthopädiezentrum dazu und das Deutsche Rote Kreuz hat eine Einrichtung eröffnet", zählt Bürgermeister Tobias Goth die Neuerungen auf. Dass es der Stadt nicht gelang, trotz erheblicher Bemühungen nach dem Schleckerweggang Roßmann oder DM nach Leisnig zu holen, sei bedauerlich gewesen. "Wenn sich am Markt andere Nutzer in den Häusern etablieren, ist das für mich aber auch ein gutes Zeichen."

Die Befürchtung, die Ansiedlung des Rewe-Marktes am Stadtrand gefährde die Entwicklung der Geschäfte in der Innenstadt, teilt der Bürgermeister nicht. "Stadtentwicklung ist wesentlich komplexer, zum einen abhängig von Marktgesetzen, aber unter anderem auch davon, wie beherzt Eigentümer daran gehen, ihre Häuser zu sanieren." Das aktuelle Projekt in der Chemnitzer Straße sei in der Hinsicht ein Lichtblick. Generell blieben die Hauseigentümer in Leisnig eher zurückhaltend. © Kommentar

Steffi Robak

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