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Döbeln Bibliothek Ottewig technisch (fast) im 21. Jahrhundert angekommen
Region Döbeln Bibliothek Ottewig technisch (fast) im 21. Jahrhundert angekommen
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19:52 26.11.2018
Ute Friedrich (M.) bekommt Laptop, Scanner und Drucker von Ute Tyrner (l.) und Gabriele Homann. Quelle: Sebastian Fink
Ottewig

Ein kurzer „Piep“ wie an der Supermarktkasse – und schon erscheint „Der Jäger“, ein Roman von Andreas Franz, auf dem Monitor des neuen Laptops von Ute Friedrich. „Ich werd’ verrückt!“, entfährt es der ehrenamtlichen Ottewiger Bibliothekarin mit einem kurzen Lachen. Ein kurzer Tastendruck und der kleine schwarze Thermodrucker spuckt einen Ausleihbon aus – komplett mit Titel, Name des Entleihers und – ganz wichtig – dem Rückgabedatum.

Seit Jahren hat Ute Friedrich gekämpft – erst für die Sanierung der kleinen Bibliothek und deren Verlegung ins Erdgeschoss des Ottewiger Gutes – dann für eine moderne technische Ausstattung. Nicht nur, weil das zur modernen Bibliothek im Jahr 2018 gehört. Sondern vor allem, weil sie mit ihrer mehrfach operierten Hand schon länger Probleme hatte, jede Entleihung schriftlich zu dokumentieren.

Privater Laptop hat ausgedient

Dafür hatte Ute Friedrich sogar einen privaten Laptop in der Bibliothek, legte jeden Neukunden einzeln an, tippte jede Entleihung ein und führte Strichliste über die Besucher.

Damit ist nun Schluss. Am Montag brachten Gabriele Homann, Leiterin der Kreisergänzungsbibliothek (KEB) Hainichen und ihre Mitarbeiterin Ute Tyrner die neue Technik nach Ottewig und gaben Ute Friedrich gleich eine Einführung in das neue Softwareprogramm.

„Eine große Erleichterung“

Künftig reicht es, den in den KEB-Büchern eingeklebten Barcode unter einen Scanner zu halten, um Ausleihen zu dokumentieren. Auch verlängern, vormerken und zurückgeben sind so schnell und handschonend möglich. „Das ist auf jeden Fall eine große Erleichterung“, sagt Ute Friedrich, die sich bis zur nächsten Öffnung der Bibliothek (donnerstags 17 bis 18 Uhr) mit dem Programm vertraut machen will.

„Wenn mein Mann fragt, wo ich bin – in der Bibliothek“, meint sie lachend. Zunächst müssen die rund 40 registrierten Nutzer in das Programm eingepflegt werden. Und dann muss sich Ute Friedrich noch mit den vielen kleinen Klicks und Tastenbefehlen anfreunden, mit denen die Software gesteuert wird. „Der private Laptop bleibt für den Anfang noch hier“, sagt sie.

Internetanschluss fehlt noch

Die Ottewiger Bibliothek ist die erste von 18 im Landkreis, die die neue Technik bekommen – auch Zschaitz und Ostrau gehören dazu. Rund 1500 Euro kostet ein Paket, das die KEB mit Hilfe der Kulturraumförderung finanziert. Weil es in Ostrau mehr als 6000 Medien gibt, zahlt die Kommune einen Teil für die Erweiterung der Software dazu.

Was in Ottewig noch fehlt, ist ein Internetzugang. „Unser Katalog mit mehr als 130 000 Medien ist im Netz. Dann könnte man hier direkt bestellen“, sagt Gabriele Homann. Der Wunsch nach einem Anschluss ist bei der Gemeindeverwaltung bereits hinterlegt. Vielleicht kommt die Ottewiger Bibliothek schon im nächsten Jahr endgültig im 21. Jahrhundert an.

Von Sebastian Fink

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