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Döbeln Biologischer Rasen für Zschaitz
Region Döbeln Biologischer Rasen für Zschaitz
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23:12 16.05.2013
So ähnlich könnte die Ortskläranlage in Zschaitz aussehen. Der AZV Döbeln-Jahnatal bevorzugt eine solche "Rotations-Scheibentauchkörper-Kläranlage". Quelle: Internet

Die Ortskläranlage für Zschaitz, Baderitz, Lüttewitz und Goselitz steht zukünftig im Naherholungszentrum "Am Burgberg", zwischen Sportplatzweg und Schießwall. Bauen lässt der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal. Den Auftrag für den ersten Abschnitt der Kanäle ab Feuerwehrgerätehaus in Richtung Lüttewitz erhielt die Firma LFT Ostrau. Baustart: 27. Mai.

Das Prinzip ist denkbar einfach: In der Kläranlage befinden sich große, drehbare Kunststoff-Scheiben. Durch die Drehbewegung gelangen Sauerstoff und Bakterien in das zu klärende Abwasser, der Stoffwechsel wird angeregt. Auf den rotierenden Scheiben setzen sich Mikroorganismen ab, die wie ein "biologischer Rasen" das Abwasser klären. Obwohl in den letzten Monaten bei Bürgerversammlungen der Standort der Kläranlage heiß diskutiert wurde, spielte er bei der jüngsten Diskussionsrunde keine Rolle.

Hans-Jürgen Gemkow, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Jahnatal, und Verbandsvorsitzender Gunter Weber präsentierten jüngst vor gut 150 interessierten Bürgern in der Aula der Kindertagesstätte Waldspatzen das abschließende Konzept zur zentralen Abwasserentsorgung und welche Kosten auf den Grundstückseigentümer zu kommen.

383,47 Euro pro Meter zur Straßenmitte (bei meist durchschnittlich drei Meter: 1150 Euro) - das ist der Pauschalpreis für den Grundstücksanschluss. Der setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Materialkosten, anteilig Baustelleneinrichtung, Oberflächenaufbruch, Transport des Aushubes, das Verlegen des Schachtes/der Rohre, Schließen der Oberfläche, Ausmessen und vieles mehr. Der Pauschalpreis, verspricht Gemkow, sei unabhängig vom Bauuntergund oder der Tiefe des Kanals. Der Kontrollschacht an der Grundstücksgrenze wird ebenfalls mit einem Pauschalpreis veranschlagt: 511,29 Euro.

Den meist größten Batzen der Kosten für den Eigentümer macht der sogenannte Baukostenzuschuss aus. Dieser richtet sich nach den "Straßenfrontmetern". Im Durchschnitt sind das 36 Meter, einige der Grundstücke sind länger, andere kürzer. Pro Straßenfrontmeter werden 94 Euro fällig. Bei angenommenen 36 Metern Länge lassen sich rund 3385 Euro errechnen. Gesamt summiert sich das auf zirka 5045 Euro. Ratenzahlung bietet der AZV an und eine sogenannte interne Kappungsgrenze. Die besagt, dass die Gesamtkosten bei maximal 7000 Euro liegen, auch wenn aufgrund der Frontmeter des Grundstückes weit mehr veranschlagt werden müsste.

In den Ortsteilen Zschaitz, Baderitz, Lüttewitz und Goselitz sind insgesamt 245 Anschlüsse zu setzen, rund 6500 Meter Freispiegelkanal, 800 Meter Druckleitung und vier Pumpstationen zu bauen. Dazu kommt die Ortskläranlage in Zschaitz. Möbertitz und Ottewig werden nicht in diese dorthin eingeleitet und müssen zukünftig dezentral ihr Abwasser entsorgen.

Die vorgesehene Bauzeit reicht vom Juni dieses Jahres bis zum Juni 2015. Detaillierte Absprachen mit dem Grundstückseigentümer, wohin Schacht und Anschluss kommen sollen, seien vor Ort möglich, betont Reinhard Fischer von der bauausführenden Firma LFT Ostrau. Mitte 2014 hat der Grundstückseigentümer mit dem Anschlussbescheid des AZV zu rechnen. Die Rechnung über den Grundstücksanschluss kommt ebenfalls Mitte nächsten Jahres, Ende 2015 wird der Baukostenzuschuss fällig.

Natasha G. Allner

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