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Döbeln Bis Juni wird Kaserne platt gemacht – Fläche wird Parkplatz
Region Döbeln Bis Juni wird Kaserne platt gemacht – Fläche wird Parkplatz
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16:34 11.03.2018
Im Inneren des Kasernengebäudes wird entrümpelt und wird Asbest entsorgt. Davor warnen Schilder am Bauzaun. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Bis Juni soll die alte Kasernenruine in Döbeln dem Erdboden gleich gemacht sein. Das kündigte Alwin-Rainer Zipfl, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Sächsischen Finanzministerium an. Seit dieser Woche wird im Inneren der Kaserne entrümpelt und entkernt. Mit einer Hubbühne wird parallel begonnen , das Dach abzutragen. Übernächste Woche beginnt der maschinelle Abbruch mit ein bis zwei größeren Baggern.

Voraussichtlich bis Anfang Juni soll das Kasernengebäude verschwunden sein. Das Abrissmaterial wird vor Ort in einem Brecher zerkleinert und abgefahren. „Das gebrochene Material, was zur Wiederverfüllung der Baugrube geeignete ist, wird gleich vor Ort nach deme Brechen wieder eingebaut. Nicht geeignetes Material wird entsorgt“, so der Pressereferent.

Weil die Kasernenruine viele Jahre leer stand, hatte sich die Natur das Gelände und Teile des Gebäudes bereits zurückerobert. Deshalb musste das Finanzministerium vor dem Abbruch eine naturschutzfachliche Begutachtung in Auftrag geben. „Das war erforderlich, da durch den langen Leerstand ein Besatz der Ruine mit geschützten Arten nicht auszuschließen war. Mit der Naturstützbehörde wurden deshalb Ausgleichsmaßnahmen ausgehandelt. Über den gesamten Abbruch gibt es eine ökologische Baubegleitung“, so Alwin-Rainer Zipfl.

Nach dem Abbruch der alten Kaserne bleibt eine ebene Fläche. Die wird nach Bau des neuen Landesrechnungshofes, genau gegenüber, zum befestigten Parkplatz für die 190 Rechnungshofmitarbeiter gepflastert.

„Zum Umbau des früheren Straßenbauamtes zum neuen Rechnungshof laufen die Planungen noch. Erst nach Bestätigung der Pläne kann ich näheres zum Baubeginn und zum Bauzeitplan sagen“, so der Referent aus dem Finanzministerium.

Nach dem 2012 vom Landtag beschlossenen Standortgesetz zieht der Rechnungshof bis 2020 aus seinem gemieteten Standort in Leipzig-Paunsdorf in die landeseigene ehemalige Döbelner Kaserne um. Das Gebäude das einst das Straßenbauamt Döbeln-Torgau beherbergt hat, wird für etwa 17 Millionen Euro umgebaut.

Die noch verbliebene Kasernenruine zwischen Heimerer-Schule und ehemaligem Straßenbauamt fiel in den 1990 Jahren in private Hände. Ein Investor wollte daraus ein Pflegeheim machen. Es gelang aber nicht die dafür notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Der Mann starb hoch verschuldet vor vielen Jahren in einem bayrischen Pflegeheim. Seine Familie schlug das Erbe aus. So fiel die Kasernenruine in Döbeln an den Freistaat Bayern, der damit ebenso nichts anfangen konnte. Mit den Umzugsplänen für den Landesrechnungshof hatte dann aber der Freistaat Sachsen Interesse, die massive dreistöckige Kaserne samt Gelände zu übernehmen.

Von Thoma Sparrer

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