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Bis zu 92 Prozent Förderung für Breitbandausbau in der Region Döbeln möglich

Schnelles Internet Bis zu 92 Prozent Förderung für Breitbandausbau in der Region Döbeln möglich

Schnelles Internet aufs Dorf zu bekommen, ist nicht so einfach. Zu hoch sind die Kosten und die Netzbetreiber scheuen sich vor teuren und wenig rentabel erscheinenden Investitionen. Also sind die Gemeinden auf Fördergeld angewiesen. Da gibt es jetzt Hoffnung, wie Vizelandrat Lothar Beier (CDU) erläutert.

Bis zu 92 Prozent beträgt die Förderquote für den Breitbandausbau bei den neuen Programmen des Bundes und des Freistaates Sachsen.

Quelle: dpa

Region Döbeln. Für das schnelle Internet gibt es Fördergeld. Und trotzdem müssten die Gemeinden im Kreis 30 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen, um den Breitband-Ausbau zu bezahlen. Das hat dann eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde. Das hat eine Bestandsanalyse ergeben, die der Geschäftsbereich von Vize-Landrat Lothar Beier (CDU) im vergangenen Jahr hat anfertigen lassen. „Mit der derzeitigen 75-prozentigen Förderung ist der Breitband-Ausbau durch die Gemeinden nicht zu stemmen“, sagt Lothar Beier. In der Region Döbeln sieht er vor allem im Leisniger Ortsteil Marschwitz und in Ostrau extremen Nachholebedarf. Wenn sich die Gemeinden externen Rat zum Breitbandausbau holen wollen, müssen sie das derzeit ebenfalls selbst bezahlen. „Beratungsleistung wird nicht gefördert“, sagt Lothar Beier.

Er verweist aber auf neue Förderprogramme und rät den Kommunen, sich schon jetzt auf das Anträge-Schreiben vorzubereiten. „Es wird das Windhund-Prinzip einsetzen“, sagt der Vizelandrat. Denn die Bedingungen versprechen sich deutlich zu verbessern. Zunächst sollen sich die Antragsteller an den Bund wenden, der den Ausbau des schnellen Internets mit 75 Prozent fördert. Vom Freistaat gibt es nochmal 15 Prozent, so dass die Förderquote 90 Prozent beträgt. Wer ganz schnelles Internet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde haben will, dem winkt gar eine Förderquote von 92 Prozent. Der 100-Megabit-Ausbau ist aber vergleichsweise teurer, als die 50-Megabit-Variante. „Die ganze Bundesrepublik kämpft jetzt um diese Mittel“, sagt Lothar Beier und rät zum schnellen handeln. Denn gefördert werde am Ende nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Neu ist auch, dass die neuen Programme die Beratungsleistungen bezahlen.

Der Ausbau des schnellen Internets ist vor allem im ländlichen Raum ein Problem. Grund: Für die Internetanbieter wie Telekom, Vodafone und Co. rechnet es sich einfach nicht, hier über lange Strecken Kabel zu Siedlungen zu ziehen, die weit von den Netzknoten entfernt liegen. Im ländlichen Raum wohnen zu wenig Internet-Kunden. Dabei ist schnelles Internet vor allem für Gewerbetreibende heute unverzichtbar. Manch Maschinenbauunternehmen schickt und empfängt große Dateien, zum Beispiel mit Konstruktionsplänen. Ohne Breitband-Internet dauert es sehr lange, solche großen Datenvolumen zu übertragen.

Von Dirk Wurzel

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