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Bisher kein Geld vom Freistaat fürs Ausbaggern

Bisher kein Geld vom Freistaat fürs Ausbaggern

Im Planungsamt und im Bauamt knirschen Döbelns Baudezernent Thomas Hanns und Bauamtsleiter Erik Brendler bei dem Thema mit den Zähnen. Immer wieder bringen sie es bei der Landestalsperrenverwaltung auf den Tisch.

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Am Busbahnhof in Döbeln ist die Baustelle eingerichtet. In der nächsten Woche sollen die Bohrungen für die Bohrpfahlgründungen der neuen Hochwasserschutzmauer richtig losgehen. Diese Stahlkäfige werden später die Betonpfähle zusammenhalten, auf denen die Hochwasserschutzmauer aufgebaut wird.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Während am Döbelner Busbahnhof die Großbaustelle für den Bau der nächsten Hochwasserschutzmauer und die Verbreiterung des Flutgrabens eingerichtet wird, tut sich in Sachen Ausbaggern der Flussbettes nichts. Axel Bobbe, Leiter der Landestalsperrenverwaltung in Rötha, schüttelt mit dem Kopf. "Es tut mir leid. Ich bin damit auch sehr unzufrieden. Doch für das Ausbaggern der Flüsse in Roßwein, Döbeln oder Waldheim sind vom Freistaat bisher noch keine Gelder freigegeben. Wir stehen in den Startlöchern und würden lieber heute als morgen beginnen. Der Winter wäre auch aus Sicht der Fischereibehörden ideal zum Ausbaggern der Sedimentablagerungen", so Bobbe.

Doch die Aussichten stehen gerade sehr schlecht, dass die angeschwemmten Kiesbänke unterhalb des Döbelner Schlossberges, entlang des Flusslaufes an der Sörmitzer Straße oder an anderen Stellen demnächst abgetragen werden können. "Selbst wenn wir die Finanzausstattung gleich ab Januar bekämen, könnten wir nicht sofort die Bagger anlassen. Es geht nicht um ein paar Sandbänke. Es geht schon um einiges mehr. Deshalb müssen auch diese Arbeiten geplant, die Ansammlungen im Flussbett vermessen und Proben genommen werden. Wir müssen vorher klären, ob das Material kontaminiert ist und wie es entsorgt wird", so der Leiter der LTV. Erst nach den Planungen könnten die Ausbaggerarbeiten, der Abtransport und die Entsorgung ausgeschrieben und vergeben werden. Bei schnellstmöglichem Verlauf könnten frühestens im späten Frühjahr die Bagger anrollen. Doch was Bobbe lieber nicht ausspricht: Im Frühjahr ist Laichzeit und die Bagger können dann aus Gründen des Gewässerschutzes nicht in den Fluss fahren. Die Fischereibehörde würde sicher nur in äußersten Ausnahmefällen zustimmen. Genau jetzt wäre deshalb die richtige Zeit, die Flussbetten vom angeschwemmten Sand, Schlamm und Kies zu befreien. Sonst bewegt sich an dieser Front bis Mitte 2014 nichts mehr.

Bewegung herrscht dagegen auf dem gesperrten Parkplatz am Busbahnhof. Die Großbaustelle für die Flutgrabenverbreiterung und die neuen Bohrpfahlwände ist eingerichtet. Bohrgeräte und Bagger stehen bereit. Jetzt werden die Bohrschablonen eingerichtet. "In einer Woche sollen die ersten Bohrungen für die Bohrpfahlgründungen der neuen Hochwasserschutzmauer starten", so Axel Bobbe.

-Kommentar Seite 13

Thomas Sparrer

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