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Döbeln “Bitte keinen Sonnenschein zu Heiligabend“
Region Döbeln “Bitte keinen Sonnenschein zu Heiligabend“
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16:59 27.02.2018
Mit langem Besenstiel kam Kathrin Saupe in jede Ecke des Zschaitzer Altars – nur nicht bis ganz oben.  Quelle: Foto: Sebastian Fink
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Zschaitz

 Um den prächtigen Altar in der Zschaitzer Kirche zu säubern, benötigt man einen Besen mit einem gaaanz langen Stiel. Genau so einen hatte Kathrin Saupe vom Kirchenvorstand der Gemeinde Jahnatal am Sonnabendvormittag beim Kirchenputz für Heiligabend. Und dennoch war er noch zu kurz. „Bis ganz hoch kommen wir leider nicht. Darum möchte ich bitte keinen Sonnenschein zu Heiligabend, sonst sieht man die Spinnweben ganz oben“, scherzte sie gut gelaunt angesichts des hohen Kirchenfensters, das direkt hinter dem Altar Licht in die Kirche lässt.

Acht Helfer aus der Kirchgemeinde hatten sich eingefunden, um Spinnweben, Staub und Baudreck mit Staubsaugern, Lappen und Putzeimern zu Leibe zu rücken. „Und toten Fliegen, die sich überall in den Ritzen ansammeln“, fügte Kathrin Saupe hinzu. „Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind, denn wir standen hier auch schon mal mit nur zwei oder drei Leuten da.“

Und das wäre angesichts der derzeit laufenden Sanierung des Gotteshauses diesmal zu wenig gewesen, um alles an einem Vormittag zu schaffen. Denn nicht nur draußen wird gebaut. „Risse in der Decke wurden verpresst und neu gestrichen. Da ist viel Baudreck heruntergekommen“, sagt Saupe.

Rund drei Stunden wurde gewischt, gewienert und gesaugt. Die Kirchenbänke sollen zu Heiligabend glänzen, wenn um 15 Uhr das traditionelle Krippenspiel gezeigt wird und der Zschaitzer Männerchor seinen Auftritt hat. Denn dann ist das Kirchenschiff im Gegensatz zu den 14-täglichen Gottesdiensten im Restjahr proppevoll. „Es ist der Großteil der Besucher, die sich das Weihnachtsgefühl in der Kirche abholen wollen“, sagte Saupe.

Auch die Emporen wurden gereinigt, obwohl dort zu Heiligabend niemand sitzen wird. „Oben werden sie gesperrt, sonst verteilen sich die Besucher zu sehr“, erklärte Saupe. Das heimelige Gefühl einer voll besetzten Kirche zu Weihnachten soll erhalten bleiben.

Die Sandsteinböden wurden gründlich abgesaugt, Geländer und Fensterbänke abgewischt. Die Orgel ließen die fleißigen Helfer dagegen unberührt. „Da würde ich mich auch gar nicht herantrauen“, sagte Saupe. Die Pfeifen würden ohnehin regelmäßig gereinigt.

Da die Bauarbeiter in den kommenden beiden Wochen noch weiter an der Kirche arbeiten, wird der Schmuck für den Gottesdienst am Heiligabend mit Schleifchen und Baum erst kurz zuvor angebracht. Mit dem Baugerüst müssen die Zschaitzer aber dieses Jahr vorlieb nehmen. Denn das Dach ist zwar fertig und der Außenputz bereits aufgebracht. Doch es fehlt noch der neue Anstrich, der witterungstechnisch erst im neuen Jahr kommt. Daher bleibt das Gerüst stehen.

Von Sebastian Fink

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