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Blitzer in Döbeln in die Luft gesprengt – 100.000 Euro Schaden

Explosion nachts um eins Blitzer in Döbeln in die Luft gesprengt – 100.000 Euro Schaden

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch die beiden fest installierten Blitzer an der Bundesstraße 169 in Döbeln in die Luft gesprengt. Der Knall holte Anwohner aus den Betten. Die Polizei ermittelt. Ein Fährtenhund kam zum Einsatz.

Auch die zweite Säule wurde durch eine Explosion ausgeschaltet
 

Quelle: André Pitz

Döbeln.  Die Anwohner von Neudorf direkt an der Bundesstraße 169 standen Mittwochmorgen, um ein Uhr, in den Betten. Ein dumpfer, tiefer Schlag donnerte gegen die Häuser. Unbekannte hatten die beiden stationären Blitzersäulen in die Luft gesprengt. „Ich sprang aus dem Bett und dachte als erstes an eine Gasexplosion. Wir haben aus dem Fenster auf die Häuser rundherum geschaut. Aber nichts war zu sehen.“, schildert ein unmittelbarer Anwohner. Nachbarn rufen die Polizei. Die ist wenig später vor Ort an den rauchenden Trümmern. Möglicherweise haben die Täter die Technik mit tschechischer oder polnischer Pyrotechnik in die Luft gejagt. Den entstandenen Sachschaden beziffert die zuständige Polizeidirektion in Chemnitz mit mehreren zehntausend Euro. Ein Fährtenhund der Polizei verfolgte die Spur der Täter in Richtung Ebersbach bis auf einen Parkplatz. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und wegen Sachbeschädigung.

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Unbekannte haben die beiden stationären Blitzer der Stadt Döbeln an der Bundesstraße 169 in Neudorf zerstört.

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Stadtpressesprecher Thomas Mettcher hatte den Knall selbst in der Nacht gehört. Offenbar war die Explosion kilometerweit zu hören. Die beiden stationären Blitzersäulen der Firma Jenoptik wurden 2013 im Döbelner Ortsteil Neudorf an der B 169 aufgestellt. Sie überwachen in beide Richtungen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometern pro Stunde. Allein 1700 mal lösten die beiden Blitzer im vergangenen Jahr aus und schickten Fotos direkt per Internetleitung zur Auswertung zu Jenoptik in Jena. „Aus diesem Grund ist es ziemlich hirnrissig, wenn etwa geblitzte Autofahrer ihre Wut an den Blitzern auslassen. Sie finden darin keinen Film oder ähnliches. Die Fotos und die Messdaten sind in Millisekunden auf einen Server übertragen“, sagt der Pressesprecher der Stadt Döbeln.

Fachleute der Polizei untersuchten am Nachmittag mit Mitarbeitern der Firma Jenoptik die beiden Geräte auf Spuren. „Wir ermitteln in alle Richtungen wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung“, teilt die Polizeidirektion Chemnitz am Nachmittag mit. Die Experten werten dazu jetzt auch die von den beiden Blitzersäulen gelieferten Fotos aus. Denn offenbar wird nicht ausgeschlossen, dass das Motiv für die Sprengattacke ein Blitzerfoto sein könnte.

Stadtsprecher Thomas Mettcher: „Wir sind sehr froh, dass bei dem Ausmaß der Sprengung keine Personen zu Schaden gekommen sind. Denn die Wohnhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe.“

Von Thomas Sparrer

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