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Blütenfelder für Helferinsekten

Blütenfelder für Helferinsekten

58 Sorten Weizen wachsen auf dem Versuchsgelände des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) an der B 169 zwischen Salbitz und Hof. Getestet wird, welche davon mit den hiesigen Boden- und Witterungsverhältnissen, aber auch Krankheitserregern am besten zu recht kommen.

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Feldtag in Salbitz: Knapp 50 Gäste informierten sich auf dem Versuchsgelände an der B 169 über Weizensorten, Blühmischungen und Fördermöglichkeiten.

Quelle: LfULG

Dazu werden Daten anhand Wetterstation dokumentiert und ausgewertet. Zwischen den Weizenstreifen fallen von Insekten umschwärmte neue Versuchsreihen auf: Blühmischungen, zusammengesetzt aus Pflanzen wie Borretsch, Buchweizen, Phacelia (auffällig blau-violette Bienenpflanze), gelber und weißer Senf, Malven- sowie Mohnsorten oder Sonnenblumen.

 

"Nachdem der Raps verblüht ist, steht hier zeitversetzt immer etwas in Blüte. Die Mischung gilt aber nicht nur als Nahrungsquelle für Insekten, sondern darin findet auch der Feldhase Deckung", betont Beatrix Trapp, Leiterin der "Multifunktionalen Versuchsbasis Pflanzenbau" vom LfULG. Diese "Zwischenfrucht" kann nach dem 15. September gemulcht und eingearbeitet werden. Vor allem in der Mischung verwendeter Klee dient hier zusätzlich zur Aufwertung des Bodens, welcher in der Lommatzscher Pflege mit 86 Bodenpunkten schon als besonders gut gilt. Längerfristig kann mit Hilfe der Blühmischungen dem Rückgang der Artenvielfalt entgegengewirkt werden. Damit der Anreiz auch für Landwirte erhöht wird, Brachflächen derart zu bestücken, gibt es Fördermittel aus dem Topf der Entwicklung für den ländlichen Raum Sachsens.

 

Wer von dieser Finanzspritze profitieren möchte, hat bestimmte Rahmenbedingungen zu erfüllen. Das Anbau-Areal muss mindestens einer Größe von 0,1 Hektar entsprechen. Mindestens sechs Referenzarten müssen nachgewiesen werden, bis Mitte Mai des Folgejahres gilt darüber hinaus ein Verzicht von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Entscheidet sich ein Landwirt oder Eigentümer einer Fläche für die mehrjährige Blütenmischung darf er mit 835 Euro pro Hektar rechnen.

 

Diese Möglichkeit, Brachflächen zu Geld zu machen, wurde von den 43 Gästen, darunter regionalen Landwirten und Züchterfirmen zum Teil offensiv diskutiert, weil mit dieser Förderung produktive landwirtschaftliche Nutzfläche verknappt wird. Einig war man sich darin, dass sie zielgerichtet, beispielsweise zur Begrünung von Hangrinnen auf erosionsgefährdeten Schlägen eingesetzt werden kann.Der Bewirtschaftungsaufwand solcher Flächen ist als gering einzuschätzen und die Eignung als wertvoller Lebensraum für wichtige Nützlinge, wie Schwebfliegen, welche Blattläuse vertilgen, unbestritten.

Natasha G. Allner

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