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Döbeln Bluttat in Döbeln beschäftigt Landgericht
Region Döbeln Bluttat in Döbeln beschäftigt Landgericht
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11:51 07.11.2018
Zwei Döbelner fechten am Landgericht Chemnitz ihre Urteile wegen schwerer räuberischer Erpressung an. Quelle: dpa
Döbeln

Mit einem Paukenschlag endete am Dienstag der erste Verhandlungstag eines Berufungsverfahrens am Landgericht Chemnitz. Zwei deutsche Mehrfach-Täter mit ellenlangen Strafregistern wehren sich gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Chemnitz. Nach diesem soll ein 40-jähriger Döbelner wegen schwerer räuberischer Erpressung für vier Jahre ins Gefängnis. Einen 25-Jährigen verurteilte das Bericht als Mittäter zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Und dieser junge Mann lehnt nun die Vorsitzende der 5. Kleinen Strafkammer, Richterin Petra Kürschner, wegen der Besorgnis der Befangenheit ab. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Martin Göddenhenrich kritisierte, dass ihm die Kammer zunächst nicht die Sitzungstermine zubilligen konnte, die in seinen Terminkalender passen. „Jetzt stellt sich heraus, das dies doch der Fall ist. Mein Mandant befürchtet, dass die Kammer die freie Anwaltswahl verhindern wollte“, begründete Rechtsanwalt Göddenhenrich den Antrag.

Geschädigter fürchtet sich noch immer

Er verteidigt den vielfach vorbestraften Ex-Anführer der Ostrauer Jugendbande. Er soll am Tag der Tat gewissermaßen als Türöffner fungiert haben. Unter dem Vorwand, ein Bier mit dem Geschädigten trinken zu wollen, gelangte der Haupttäter ins Haus und an sein Opfer. Laut Amtsgericht-Urteil spielte sich folgendes blutige Geschehen ab: Der ältere Angeklagte drückt den Geschädigten gegen die Wand, hält ihm eine Pistole an den Kopf. Er schlägt den 49-Jährigen, treibt ihn prügelnd zur Volksbank, wo er 90 Euro abheben sollte. Eine Blutspur zeugt von diesem Übergriff. Geld abheben kann der Geschädigte nicht, weil die Geldkarte kaputt ist. Zurück in der Wohnung besteht der 15mal vorbestrafte Döbelner auf seiner Forderung von 90 Euro. In einem Zimmer hält sich der 52-jährige Bekannte des Geschädigten auf. Er geht schließlich mit dem Täter zur Bank und hebt das Geld ab. Eine Gruppe von mehreren jungen Leuten begleitet ihn. „Ich wollte nur, dass die Gewalt gegen meinen Bekannten aufhört“, sagte der 52-Jährige, weshalb er das Geld abgehoben hatte. Dies wollte der Angeklagte für Modellautos haben, sagte der 49-jährige. „Die 90 Euro waren doch schon längst abbezahlt“, sagte der Geschädigte, der sich anscheinend noch immer vor dem inzwischen inhaftierten Haupttäter fürchtet. „Ich kann Ihnen nur raten, sich an die Opferhilfe zu wenden“, sagte die Vorsitzende zu dem Mann.

Prozess wird fortgesetzt

In der Logik des Rechtsanwaltes Thomas H. Fischer, der Verteidiger des Haupttäters, habe dieser Anspruch auf die 90 Euro. Darum will er seinen Mandanten wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung verurteilt sehen. So begründete er die Berufung. Ob er sich damit durchsetzt, wird sich an einem weiteren Verhandlungstag zeigen. Dann wird es auch eine Entscheidung über den Ablehnungsantrag geben.

Von Dirk Wurzel

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