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Döbeln Böschung bis Juli wieder in Schuss
Region Döbeln Böschung bis Juli wieder in Schuss
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23:26 06.01.2014
Die Schlammlawine von Ende Mai liegt noch hinter den notdürftig aufgestellten Betonpollern. Zumindest konnte der Verkehr an der Stelle dadurch seit Juli wieder auf zwei der drei vorhandenen Spuren rollen. Der Döbelner Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser (CDU) machte jetzt aber nochmals Druck, damit eine Gesamtreparatur in die Gänge kommt. Quelle: W. Sens

Der Hang gleich hinter der Eisenbahnbrücke und dem Abzweig zur Talstraße war Ende Mai während der starken Niederschläge aufgeweicht worden und auf die Fahrbahn gerutscht. Die Trasse wurde voll gesperrt. Kurzfristig wurde der gesamte Verkehr über die alte Trasse der Bundesstraße mitten durch den Ortsteil Masten geführt. "Das hatte viele Anwohner auf den Plan gerufen, die befürchteten, dass die Umleitung durch den Ort längerfristig bestehen bleibt", sagt Sven Liebhauser. An ihn hatten sich die Mastener mit der Bitte um Hilfe gewandt. Bei Verkehrsstaatssekretär Roland Werner im Sächsischen Wirtschaftsministerium fand der Döbelner CDU-Landtagsabgeordnete Gehör. Gemeinsam mit Sven Liebhauser sah sich Roland Werner nur ein paar Tage später die abgerutschte schlammige Böschung an. Er versprach, dass die Böschung innerhalb weniger Tage mit Betonpollern gesichert wird und der Verkehr auf zwei Spuren der dreispurigen Tasse wieder rollen kann. "Und er hielt Wort", bestätigt Sven Liebhauser.

Doch nun ist ein halbes Jahr vergangen und der Döbelner Landtagsabgeordnete brachte das Thema der abgerutschten Straßenböschung in Döbeln-Masten wieder auf die Tagesordnung. Nach einem weiteren Gespräch im Sächsischen Wirtschaftsministerium bekam Liebhauser nun offiziell die Antwort: "Die Straßenbauverwaltung ist dran. Die Böschung wird repariert."

"Im Moment laufen die Planungen und werden die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet. Das soll nach meinen Informationen im Februar erledigt sein. Dann kann ausgeschrieben und die Bauleistung an der Böschung vergeben werden", so der Landtagsabgeordnete. Die Sanierung der Böschung ist für den Zeitraum Mai bis Juli geplant. "Ich glaube das ist in Ordnung. Denn auch wenn es nicht so aussieht, kann der Winter ja noch kommen und uns bis April beschäftigen", so Liebhauser.

Die Hangentwässerung, oberhalb der abgerutschten Böschung ist aber in den letzten Monaten bereits in Ordnung gebracht worden, damit nicht noch weitere Erdmassen an der Böschung ins Rutschen kommen. Wie schon in der Vergangenheit an anderen abgerutschten Stellen entlang dieses Abschnittes der Bundesstraße 175 wird auch in diesem Fall wieder ein Keil aus Schotter in den Hang eingebaut, um ein künftiges Abrutschen zu verhindern.

Im November 2009 war die zwei Kilometer lange Ortsumgehungsstraße der Bundesstraße 175 nach zwei Jahren Bauzeit freigegeben worden. Den Einwohner von Masten erspart das täglich etwa 11 000 Fahrzeuge, die zwischen den Wohnhäusern hindurch rollten. Der Bau hatte sich um einige Monate verzögert, weil mittendrin das beauftragte Generalbauunternehmen pleite gegangen war. Weil mit dem aufwendigen aber lärmschluckenden Taleinschnitt viele Ingenieurbauwerke wie Stützmauern und eine neue Eisenbahnbrücke mit gebaut werden mussten, kostete das Gesamtprojekt knapp 12 Millionen Euro. Wobei die abgerutschten Böschungen in den feuchten Hängen seit Jahren immer wieder aufwendige Nacharbeiten erforderten.

Thomas Sparrer

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