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Bohrarbeiten im Döbelner Rathaus

Es wird nicht nach Öl gesucht Bohrarbeiten im Döbelner Rathaus

Jetzt wird es im Rathaus richtig laut: Am Donnerstag wurde das Bohrgerät abgeladen. Seit gestern wird es aufgebaut. Die nächsten drei Wochen wird bis zu neun Meter in die Tiefe gebohrt.Öl hofft aber das städtische Bauamt nicht zu finden. Gebohrt wird, um auf dem sandigen Untergrund der Döbelner Muldeninsel festen Boden zu finden, der das neue Fluchtreppenhaus des Rathauses trägt.

Am Donnerstagabend kam das Bohrgerät auf einem Tieflader vor dem Rathaus an.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Jetzt wird es im Rathaus richtig laut: Am Donnerstag wurde das Bohrgerät abgeladen. Seit Freitag wird es aufgebaut. Die nächsten drei Wochen wird bis zu neun Meter in die Tiefe gebohrt.Öl hofft aber das städtische Bauamt nicht zu finden. Gebohrt wird, um auf dem sandigen Untergrund der Döbelner Muldeninsel festen Boden zu finden, der das neue Fluchtreppenhaus im Südwestflügel des Rathauses trägt. Das Treppenhaus steht dann sozusagen auf Stelzen aus Beton. „Die Bohrungen sind für Mikro-Bohrpfahlgründungen gedacht, auf denen das Treppenhaus gegründet wird. Die Tiefenbohrungen sind wegen der Baugrundverhältnisse auf der Muldeninsel notwendig“, sagt Bauamtsleiter Erik Brendler. Stück für Stück arbeiten sich die Bauleute dann mit der neuen Treppe nach oben. Die monolithische Bauweise kostet Zeit. Denn geschossweise müssen Schalungen gebaut, Bewehrungen eingesetzt und Betontreppen gegossen werden. Dann muss der Beton etwa 28 Tage aushärten, bevor das nächste Geschoss aufgesetzt werden kann. Das wird bis Februar/März dauern. Danach können Fliesenleger, Elektriker und Maler beginnen. Das neue Treppenhaus wird allerdings nur ein Notausgang sein und ist nicht als zweiter Rathauseingang vorgesehen. Im Brandschutzkonzept für das über 100 Jahre alte riesige Gebäude wurden Brandabschnitte gebildet und sind weitere Baumaßnahmen wie Brandschutzzwischentüren vorgesehen. Im Brandfall dürfen Fluchtwege nicht zu weit entfernt sein. 366 000 Euro kostet der erste Bauabschnitt mit dem neuen Treppenhaus. 311 000 Euro davon kommen aus Stadtsanierungsmitteln. Bis 2019 sind weitere Bauabschnitte für den Brandschutz im Rathaus vorgesehen.

Von Thomas Sparrer

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