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Döbeln Borkenkäfer auf dem Vormarsch – Waldbesitzer müssen wachsam sein
Region Döbeln Borkenkäfer auf dem Vormarsch – Waldbesitzer müssen wachsam sein
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19:00 30.06.2017
Borkenkäfer auf Fichtenholz. Quelle: dpa
Rosswein/Waldheim

Der Borkenkäfer ist in den Nadel-Wäldern rings um Döbeln auf dem Vormarsch. Revierförster Dirk Tenzler warnt die Waldbesitzer, dieser Tage besonders gut auf den Forstschädling zu achten. Sie sollten ihre Baumbestände gut auf einen möglichen Befall kontrollieren. Entdecken sie den Borkenkäfer, ist schnelles Handeln notwendig.

„Wir hatten Befallsherde auf dem Hartenberg in Roßwein oder in den Wäldern an der Margarethenmühle bei Naußlitz, also im Zweiniger Grund, die wir bereinigen mussten. Größere Herde sind jetzt im Tännicht beim Waldheimer Ortsteil Massanei entdeckt worden. Betroffen sind Nadelbäume, vor allem Fichten“, sagt der Revierförster.

Durch die große Trockenheit in den zurückliegenden Wochen ist nicht nur die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen. Vom lange Zeit ausbleibenden Regen profizierte auch der Buchdrucker, wie der Borkenkäfer noch genannt wird. Zur Eiablage bohren die Käfer Gänge in das Holz oder in die Rinde. Die besonders bedrohten Fichten können sich normalerweise mit ihrem Harz gegen die Eindringlinge wehren. Doch wenn es nicht genug Wasser gibt, können die Bäume das Harz nicht an die Stellen bringen, wo es zur Abwehr des Borkenkäfers notwendig wäre. Der Schädling hat nun leichtes Spiel.

Besonders „fängisches Holz“, so Revierförster Tenzler, sind zunächst umgestürzte und abgebrochene Bäume. Das heißt, dieses Holz ist sehr anfällig für den Borkenkäfer. Vor allem bei Stürmen kippen oft Bäume um oder brechen ab. Dort kann sich der Buchdrucker problemlos vermehren und dann zu Tausenden auf gesunde Bestände ausbreiten. Einem Massenangriff von Borkenkäfern können auch gesunde Bäume nicht standhalten. Längere Trockenperioden begünstigen das.

„Nach den Beobachtungen der letzten Tage sollten die Waldbesitzer jetzt dringendst ihre Bestände genau kontrollieren. Wird ein Befall entdeckt, müssen die betroffenen Bäume schnellstens aus dem Wald heraus, denn der gesamte gesunde Bestand im Umfeld ist dann bedroht“, erklärt Tenzler. Sinnvoll sei es zudem, umgefallene und abgeknickte Bäume zu entfernen, um es dem Eindringling nicht zu leicht zu machen. Im Zweifel sollten sich Waldbesitzer mit dem zuständigen Revierförster in Verbindung setzen. Tenzler: „Man ist auf der sicheren Seite, wenn sich ein Fachmann vor Ort umschaut. Dieser kann beispielsweise am Bohrmehl oder an Bohrlöchern erkennen, ob der Borkenkäfer da ist.“

Von Olaf Büchel

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