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Boxen und schreien: Mädchen lernen im City-Club die Selbstbehauptung

Boxen und schreien: Mädchen lernen im City-Club die Selbstbehauptung

14 Mädchen und Frauen lernten am Sonnabend im City-Club richtig zu schreien, um in Situationen der Bedrängnis auf sich aufmerksam zu machen, sich Hilfe zu holen.

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Wendo-Trainerin Sabine Lubetzki und die 10jährige Lea-Sophie Hofmann aus Döbeln trainieren im City-Club Abwehrschläge.Fotos (2): Uwe Reinwardt

Quelle: Uwe Reinwardt

Wendo heißt das Konzept der Selbstbehauptung, zu dem auch Schlagtechniken gehören. Die Jugendklubs City-Club und North-Point hatten sich zusammengetan, und einen Wendo-Kurs für die Mädels organisiert. "Das Schreien ist ganz wichtig. Es gibt Studien, die belegen, dass 80 Prozent der Angriffe nur durch Schreien beendet werden", sagt Wendo-Trainerin Sabine Lubetzki aus Leipzig, die am Sonnabend die Mädchen- und Frauen-Gruppe im City-Club in dem Selbstbehauptungskonzept ausbildete, das ursprünglich aus Kanada stammt.

 

Es gibt viele unterschiedliche Situationen, in denen Mädchen und Frauen in Bedrängnis geraten können, solche mit sexuellem Hintergrund sind nur ein kleiner Teil davon. Pöbeleien auf dem Schulhof, Zoff unter Mädels, doofe Anmache auf der Straße - Wendo vermittelt die Fähigkeit, laut "Stopp" zu sagen. Aber eben auch die Fertigkeit, sich aus der Position des physisch Unterlegenen effektiv körperlich zur Wehr zu setzen. "Es gibt im Wendo einige wenige Körpertechniken. Dabei handelt es sich um Schläge und Tritte auf empfindliche Stellen, wie Nase, Bauch und gegen das Schienbein", erläutert Sabine Lubetzki. Auch Drehbewegungen gehören zu diesen Körpertechniken. Wer die beherrscht, kann sich zum Beispiel befreien, wenn der Gegner sein Handgelenk umklammert.

 

Wendo bricht auch mit den klassischen Geschlechterollen. "Mädchen müssen nicht immer lieb und nett sein. Wichtig ist auch, ihnen zu vermitteln, dass sie sich wehren dürfen. Notwehr ist erlaubt", sagt Sabine Lubetzki.

 

Normalerweise unterrichtet sie Gruppen, deren Teilnehmerinnen in etwa gleichaltrig sind. Am Sonnabend war das anders. Hier reichte das Altersspektrum in der Trainingsgruppe von sieben bis 30 Jahren. "Selbst als erwachsene Frau lernt man noch etwas dazu", sagt Stephanie Meyer, Sozialarbeiterin und Leiterin des City-Clubs. Sie ist mit der Selbstbehauptungstechnik auf einem Zickenalarm-Seminar in Berührung gekommen, in dem es um den Umgang mit pubertierenden Mädchen ging. Das fand sie faszinierend und schnell reifte der Entschluss, es in "ihrem" Jugendklub in den Kellerräumen der Körnerplatzschule anzubieten. Da sie Wendo nicht selbst lehren darf, engagierte man Trainerin Sabine Lubetzki, die das schon seit 20 Jahren unterrichtet. Klubleiter-Kollegin Nicole Radke beteiligte sich an dem Projekt, so dass auch die North-Point-Mädels in den Genuss des Wendo-Trainings kamen. Nicole Radke war auch auf dem Zickenalarm-Seminar und ähnlich positiv vom Wendo angetan, wie Stephanie Mayer.

 

Nach sechs lehrreichen Stunden in Selbstbehauptung hieß es für die Mädels, sich umzuziehen und frisch zu machen.. Denn um 17 Uhr kam die Fotografin. Diese Aufnahmen hatte die Stadt den Jugendklubs mit Geld aus der Wappenhensch-Stiftung bezahlt.

Wurzel Dirk

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