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Brand in Röda: Rauch und Funkenflug blockierten Zugang zur Mulde

Gefahr für Feuerwehrleute und Technik Brand in Röda: Rauch und Funkenflug blockierten Zugang zur Mulde

Um das Grundstück in Röda ist es ruhig. Wo in der Nacht zum Sonntag ein Brand wütete, der zwei Gebäude eines Dreiseithofes verwüstete, liegt noch Brandgeruch in der Luft. Auf dem Hof liegen Trümmer, von den Gebäuden stehen nur noch die Mauern. Das Grundstück ist übersäht mit den verkohlten Resten der Unglücksnacht.

Die Tischlerei in Röda brannte komplett nieder.

Quelle: Frank Schmidt

Leisnig/Röda. Gerade mal zwanzig oder dreißig Meter entfernt fließt gemächlich die Mulde – an deren Ufer sich eine Löschwasserentnahmestelle befindet. Benutzt ist sie nicht, das Herbstlaub drum herum bildet einen unberührten Teppich.

Was muss da geschehen sein: Dort die Brandtrümmer, dort die Wasserentnahmestelle – und dann die Zweifel des Grundstückseigentümers: Haben die Feuerwehrleute möglicherweise zu viel Zeit gebraucht, um genug Löschwasser zu beschaffen? Wären Gebäudeteile zu retten gewesen? Angeblich sei erst 3.15 Uhr mit dem Löschen begonnen worden. Einsatzleister René Gentzsch hatte davon berichtet, zirka 1.30 Uhr sei alarmiert worden.  

Stadtwehrleiter Bernd Starke sagt zu den Vermutungen: „Ich sehe mir zunächst das Protokoll an, das die Leitstelle aufsetzt. Bevor ich es in den Händen halte, bleibt alles andere Spekulation.“ Angesprochen auf die Löschwasserentnahmestelle bestätigt der Stadtwehrleiter, dass sie nicht genutzt wurde: „Es ist aus topographischen Gründen die einzige Stelle, wo man in diesem Ortsteil Löschwasser aus der Mulde bekommt. Doch wie es der Teufel will: Am Sonntag konnte sie nicht genutzt werden.“ Starke war in der Brandnacht vor Ort. „Als wir ankamen, war die Umgebung total verqualmt, also keine Sicht. Zudem gab es Funkenflug. Der Wind wehte sehr stark aus Richtung Podelwitz. Unter diesen Bedingungen hätte nicht nur die Feuerwehrtechnik Schaden genommen. Auch die Kameraden wären der Verletzungsgefahr ausgesetzt gewesen.“

Die Saugstelle nicht zu nutzen, sei eine Vernunftentscheidung gewesen – die mehrere Hundert Meter lange Strecke bis zu einer entfernteren Stelle an der Mulde aufzubauen, die logische Konsequenz. Von den zwei Großtanklöschfahrzeugen mit insgesamt 8000 Litern Wasser, die aus prophylaktischen Gründen als Pufferspeicher angefordert wurden, zapften die Feuerwehrleute nur eins an. Die Einsatzleitung habe die akute Gefährdung des Wohnhauses erkannt, „und es Haus wurde auch erhalten, nahm nur an Fassade und Dach geringen Schaden.“ Die Werkstatt- beziehungsweise Nebengebäude hätten bereits in hellen Flammen gestanden, nachdem die zwei Personen von den Atemschutzgeräteträgern aus dem Wohnhaus gerettet waren. Man solle sich nichts vormachen, sagt Starke: Wenn Holz gelagert ist, breite sich Feuer extrem schnell aus.

Einsatzleiter René Gentzsch hatte bereits im DAZ-Beitrag vom Montag ein Gesprächsangebot unterbreitet, wenn der Grundstücksbesitzer Zweifel haben sollte. Starke erneuert dieses Angebot: Es solle keinen Ärger geben. Das habe keine von beiden Seiten nötig.

Von Steffi Robak

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