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Döbeln Brand in Röda vernichtet Tischlerwerkstatt und Wohnhaus
Region Döbeln Brand in Röda vernichtet Tischlerwerkstatt und Wohnhaus
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12:34 09.11.2015
Torsten Kluge in den Trümmern seiner Werkstatt. Warum der Brand ausgebrochen sein könnte, ist ihm unklar. Er hatte die Werkstatt zuvor stromlos gemacht. Quelle: Frank Schmidt
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Leisnig

Die Ursache sei ihm unklar. Der Brandursachenermittler habe gestern davon gesprochen, das Feuer sei in der Mitte des Hauses ausgebrochen. Kluge selbst sagt, am Abend zuvor habe er die Werkstatt stromlos gemacht. Er arbeitet alleine in dem Betrieb. Er will ihn auf jeden Fall wieder aufbauen.

Im Zusammenhang mit dem Brand bezweifelt Kluge, ob die Feuerwehr die Löschwasserversorgung richtig im Griff hatte. Über eine Stunde habe der Aufbau der Wasserstrecke gedauert. "Dabei liegt die Mulde vor der Haustür", sagt Kluge. Kluge sagt, nur deshalb habe das Feuer auf das Haupthaus übergreifen können.

Die Feuerwehr Leisnig rückte Sonntag früh 1.30 Uhr aus, informiert Einsatzleiter René Gentzsch gegenüber der DAZ. Bezüglich der Löschwasserzufuhr sagt er: "Es stimmt, Röda liegt an der Mulde. Aber man sollte sich das nicht so leicht vorstellen, Löschwasser aus einem Fluss zubekommen." Eine Entnahmestelle wurde an der Mulde nahe dem Grundstück aufgebaut, eine zweite in etwa 700 Metern Entfernung. Gentzsch empfiehlt, zunächst mit den Feuerwehrleuten zu sprechen und nicht vorher Vorwürfe zu erheben. Um schnellstmöglich eine große Löschwassermenge zur Verfügung zu haben, wurden von Wehren der Umgebung wie Hartha und Mockritz Großtanklöschfahrzeuge angefordert. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrkameraden von Leisnig, Brösen, Minkwitz, Wiesenthal, Gersdorf, Hartha und Mockritz mit elf Fahrzeugen im Einsatz.

Einer der drei Bewohner hatte den Brand gemeldet und die Feuerwehr alarmiert. Zwei Bewohner wurden von Atemschutzgeräteträgern aus dem Haus geholt, da sie sich wegen extremer Rauchentwicklung nicht selbst zurecht fanden. Alle drei - zwei Männer und eine Frau - wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, sind jedoch bereits entlassen worden.

Steffi Robak und Frank Schmidt

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