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Döbeln Brandschutz der Grundschule Döbeln-Ost wird auf aktuellsten Stand gebracht
Region Döbeln Brandschutz der Grundschule Döbeln-Ost wird auf aktuellsten Stand gebracht
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10:13 14.07.2016
Peter Quaas (50) von der Döbelner Ausbau- und Modernisierungs GmbH rührt in den Fluren der Grundschule Döbeln-Ost neuen Putzmörtel an. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Seit Beginn der Sommerferien arbeiten die Bauarbeiter der DAM Döbelner Ausbau- und Modernisierungs GmbH in der Grundschule Döbeln-Ost am Brandschutz. Der Hauptschwerpunkt der Arbeiten liegt in der Rauchabtrennung der Treppenhäuser und Flure. Die Schule ist im Moment an allen Ecken und Enden eingestaubt. Die Schulmöbel sind fein säuberlich mit Folie abgedeckt.

Die Durchbrüche zu den Bypasstüren auf Südseite sind mittlerweile fertig. „Das zwar mit viel Dreck und Staub verbunden, da es doch ganz schön harte Betonwände waren. Es mussten auch die Auflagen für die Stürze mit ausgebohrt werden“, schildert Döbelns Baudezernent Thomas Hanns. Seit Montag sind die Trockenbauer dabei, die Trockenbauwände in den Fluren zu stellen. In einigen Klassenzimmern mussten für den Brandschutz schmale Fenster zugemauert und verputzt werden. Seit Mittwoch werden die notwendigen Durchbrüche in Klassenzimmern und am Schulleiterzimmer auf Nordseite ausgeführt.

„Alle Arbeiten liegen zeitlich im Plan. Alles was lärm- und staubintensiv ist, soll möglichst in den Ferien abgeschlossen werden“, so der Baudezernent. Die Brandwände im Keller werden dagegen in Abstimmung mit Schule erst während der Schulzeit hergestellt. Denn alles ist bei dem Umfang der Arbeiten nicht in den sechs Wochen Ferien zu schaffen. Auch der Einbau der Brandschutztüren findet erst in den Herbstferien statt. Der elektrischer Anschluss der T30-Türen im Flur ist daher auch erst in Herbstferien möglich.

Dennoch sind die Elektriker seit Mitte der ersten Ferienwoche im gesamten Schulhaus kräftig am Bohren, Strippen ziehen und Kanäle verlegen. Im Vorfeld wurde der Elektrikerarbeiten war vom Planer entdeckt worden, dass zwei Lautsprecher der Alarmanlage nicht funktionierten. Ursache waren defekte Leitungen. Diese werden im Zuge der Arbeiten gleich mit erneuert.

Etwas schwierig ist es, bei dem straffen Zeitplan in den Ferien die Grundreinigung des Schulhauses einzutakten. Bis zum letzten Tag der fünften Ferienwoche wird intensiv gearbeitet. In der letzten Ferienwoche sind dann schon alle Lehrer wieder da, um den Schuljahresstart vorzubereiten. Auch der Hort, der aktuell in der Sporthalle Quartier bezogen hat, muss dann wieder in seine angestammten Räume im Schulhaus zurückziehen. Deshalb muss die Baureinigung aller Klassenzimmer schon am 27. Juli beginnen.

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Überall in den Gängenwerden neue Brandschutztüren eingebaut.

Zuvor müssen auch noch Malerarbeiten ausgeführt werden. Deren Umfang ist derzeit noch offen. Er hängt von den Schäden ab, welche Maurer und Elektriker hinterlassen. Insgesamt hat die Stadtverwaltung für die Sanierungsarbeiten und den Brandschutz im Schulhaus in Döbeln-Ost 370 000 Euro geplant. Die Finanzierung der Arbeiten setzt sich aus Finanzhilfen der Schulbauförderung und aus städtischen Eigenmitteln zusammen. 146 000 Euro kommen als Förderung vom Land über die Sächsische Aufbaubank.

Das vor 49 Jahren als mehrzügige Zehnklassen-Schule erbaute Gebäude verfügt über 20 Klassenräume, vier Fachkabinette und Unterrichtsräume bis in den Keller. 1000 Quadratmeter sind nur Gänge und Treppenhäuser. Das Schulhaus ist eigentlich für die etwa 100 Schüler und Hortkinder viel zu groß. Vier Klassen- und Horträume werden aktuell genutzt. Um die Zukunft der Schule entbrennt im Stadtrat immer wieder Streit. Sanierung oder Neubau wurden schon gegenübergestellt. Kernfrage sind aber die künftigen Schülerzahlen. Prognosen sagen einen drastischen Rückgang voraus.

Von Thomas Sparrer

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