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Döbeln Bremsschwelle sorgt für Ärger in Noschkowitz
Region Döbeln Bremsschwelle sorgt für Ärger in Noschkowitz
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19:22 29.09.2014
Trotz Bremsschwelle und Tempolimit rollt der Verkehr zu laut und zu schnell über die Schlossstraße in Noschkowitz. Nach Bürgerhinweisen will der Ortschaftsrat eine Empfehlung zur Abänderung an die Gemeinde Ostrau geben. Quelle: Wolfgang Sens

Zusätzlich sind Hinweisschilder auf die Schwelle und eine dortige 30er-Zone aufgestellt. Während der jüngsten Sitzung des Noschkowitzer Ortschaftsrates wurde das Anliegen eines Anwohners sehr kontrovers diskutiert: Thomas Rockmüller lebt seit einigen Monaten mit seiner Familie im Ort. Er zweifelt die Notwendigkeit einer solchen Schwelle in Höhe seines Grundstücks in der Schlossstraße gar nicht an, meint aber, dass diese "nicht funktioniere".

Der Anwohner habe beobachtet, dass zahlreiche Verkehrsteilnehmer das Objekt mit hoher Geschwindigkeit passieren. Außerdem empfindet Rockmüller die Ausführung als ungünstig. Lärm und erhöhte Abgase durch Abbremsen beziehungsweise Anfahren seien an der Tagesordnung: "Es war die richtige Idee, aber sie ist falsch umgesetzt." Der Wahl-Noschkowitzer wünsche sich daher eine Anpassung der Konstruktion, die seiner Meinung zu steile Kanten aufweise. Diese Position vertraten auch anwesende Bürger. Ortschaftratsmitglied Uwe Rolle gab jedoch zu Bedenken, dass "nicht die Schwelle, sondern die Autofahrer das Problem sind". Außerdem würde Thomas Rockmüller das Hinweisschild auf die Geschwindigkeitsbegrenzung dominanter machen. Momentan ist dieses von Bewuchs fast verdeckt. Ortsvorsteher und Ostrauer Gemeinderat Hans-Jürgen Ritschel erklärte unterdessen: "Herr Rockmüller wandte sich als erster schriftlich an die Gemeinde Ostrau. Weitere Beschwerden dieser Art sind mir nicht bekannt." Laut Ritschel wurden die Schwellen im Zuge des Straßenneubaus vor ungefähr zehn Jahren angebracht. "Einige Noschkowitzer Bürger forderten eine solche, andere wollten sie nicht. Es gab vorher ein Tempo-30-Schild, aber keiner hat sich daran gehalten. Die Schwelle wird ebenfalls mit hohem Tempo überfahren. Dann forderte man die 30er-Zone, sie kam, aber geändert hat sich wieder nichts."

Der Noschkowitzer Ortschaftsrat werde in Folge der Diskussion nun an die Kommune die Empfehlung weitergeben, eine andere Ausführung der Bremsschwelle anzubringen: "Wir sehen ja auch, dass die Schwelle am Rittmitzer Feuerwehrgerätehaus gelungen ist. Uns schwebt eine Bodenschwelle wie am Eingang der Döbelner Ritterstraße vor." Ortschaftsrat Henry Litzke dazu: "Unsere Schwelle in Rittmitz funktioniert, sie ist über die komplette Straßenbreite ausgelegt und ein Mittel, dem Tempolimit Nachdruck zu verleihen."

Funktioniere eine abgeänderte Form, könne man auch über eine Veränderung an der zweiten Schwelle am Ende der Schlossstraße nachdenken, so Hans-Jürgen Ritschel, der von seinem Vorschlag überdimensionierte Blumenkübel aufzustellen, wieder abkam.

Natasha G. Allner

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