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Brösen wird zur Baustelle: Neue Rohre fürs Ab-und Trinkwasser

Bauarbeiten angelaufen Brösen wird zur Baustelle: Neue Rohre fürs Ab-und Trinkwasser

Auf die Einwohnerversammlung folgt der scharfe Start: Die Arbeiten für neue Abwasserkanäle und eine Gruppenkläranlage im Leisniger Ortsteil Brösen laufen. Zunächst werden die Haupttrassen gegraben. Südwestlich im Ort soll die Anlage gesetzt werden, welche Abwasser von 125 Menschen vollbiologisch klären kann.

Bis etwa zur Mitte des kommenden Jahres ist Brösen eine Baustelle. Leitungen für Abwasser und Trinkwasser werden neu verlegt, Straßen und Wege neu gebaut.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig/Brösen. Der überwiegende Teil der Brösener Haushalte wird an die Kläranlage angeschlossen, vornehmlich jene, die südlich der Staatsstraße 44 liegen. Das Projekt umfasst eine Pumpstation, etwa in der Nähe des tiefsten Punktes im Dorf, nahe der letzten Bebauung an der nach Tautendorf führenden Straße. Die Grundstücke werden im Freigefälle entwässert.

Die Pumpstation führt das zu klärende Wasser zur Gruppenkläranlage. Vereinzelt bleiben Grundstücke unangeschlossen. Für diese müssen die Eigentümer Einzellösungen schaffen. Eine neue Löschwasserzisterne wird im Zuge der Baumaßnahmen ebenfalls noch gesetzt, auf einem privaten Grundstück nahe der S 44. Dafür ist die Stadt Leisnig verantwortlich. Die alte Zisterne wird im Zuge der Baumaßnahme außer Betrieb genommen.

In einem Großteil des Dorfes will der Trinkwasserversorger, der Wasserverband Döbeln-Oschatz, mit nahezu identischem Trassenverlauf neue Leitungen verlegen lassen. Die Bauträger stimmten ihre Maßnahmen aufeinander ab.

Die Arbeiten für den Abwasserkanal begannen an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Das sei normal, sagt Thorsten Mahler. Für den Abwasserzweckverband Leisnig koordiniert er als Projektleiter die Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes.

Es habe sich bereits gezeigt, dass stellenweise mit schwierigen Untergrundverhältnissen gerechnet werden muss. Zudem zeichne sich nach Mahlers Worten ab, dass die Lage weiterer im Erdreich befindlicher Leitungen etwa für Gas, Strom oder ältere Trinkwasserleitungen teilweise unklar ist und sich erst erhellen wird, wenn die Baggerschaufel das erste Mal in die Tiefe vorstößt. „ Nicht immer liegen Leitungen da, wo sie eigentlich nach Plan liegen sollten.“

Dennoch ist das schnelle Voranschreiten der Bauarbeiten oberstes Gebot: Der südliche Kanalstrang im Westteil des Dorfes, in Richtung Tautendorf, soll unbedingt vor dem ersten einbrechenden Frost fertig werden. Dort soll nach dem Kanalbau die Straße bereits so befahrbar sein, dass im Winter die für die Baustelle ausgewiesene Umleitung über Tautendorf nicht mehr genutzt werden muss.

Generell, so Mahler, sei die unter den Gegebenheiten der Baumaßnahme noch mögliche Verkehrsführung in dem Dorf nicht ganz unproblematisch. Gebaut wird das neue Abwasserkanalnetz auf einer Länge von 1830 Metern. Die Baumaßnahme kostet allein den Abwasserzweckverband 600 000 Euro. Einschließlich der Leitungen für das neue Trinkwassernetz werden Rohre auf einer Länge von etwas mehr als einem Kilometer verlegt. 1250 Meter Straße sollen neu gebaut werden sowie zwei Kilometer Fußweg. Letzteres liege in der Verantwortung der Kommune. Alles in allem ist mit Verkehrsbehinderungen durch die Baumaßnahme bis etwa Jahresmitte 2017 zu rechnen.

 

Von Steffi Robak

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