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Döbeln Brückenbaugegner werden eingeladen
Region Döbeln Brückenbaugegner werden eingeladen
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22:31 25.09.2014
Im Bereich des nur übergangsweise befestigten Parkplatzes an der Sörmitzer Straße soll die neue Schillerstraßen-Brücke aufs andere Muldeufer treffen. Fotomontage: Wolfgang Sens Quelle: Wolfgang Sens

Die zweite Muldequerung geriet dadurch um etwa ein Jahr ins Hintertreffen. Aber jetzt tut sich etwas: Am 25. und 26. November gibt es im Döbelner Rathaussaal einen Erörterungstermin der Landesdirektion.

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer kündigte gestern diese nächste Runde auf dem Weg zur neuen Muldequerung im Stadtrat an. Doch im Planfeststellungsverfahren für die neue Brücke kann nicht mehr jeder seinen Senf dazu geben. Zur Erörterung werden nur all jene eingeladen, die Anfang 2013 ihre Einwände schriftlich formuliert hatten.

Bei der Auslegung der Pläne im Döbelner Rathaus konnten im vergangenen Jahr vom 7. Januar bis 6. Februar alle von dem Projekt betroffenen Bürger Einsicht nehmen und sich anschließend bis 20. Fe­bruar dazu schriftlich äußern. 25 bis 30 Bürger hatten sich damals die Pläne angesehen. Zehn haben nach DAZ-Informationen danach ihre Stellungnahmen schriftlich abgegeben. Diese wurden durch Fachleute eines Ingenieurbüros für die Landesdirektion Chemnitz ausgewertet. Die Landesdirektion führt das Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende das Baurecht für die neue Brücke stehen soll. Beim nun anstehenden Erörterungstermin mit den eingeladenen Bürgern entscheidet sich, ob auf der Grundlage der aktuellen Planungen weiter gearbeitet werden kann oder ob die Einwände so gravierend sind, dass die Pläne für die Brücke verändert werden müssen

Das Döbelner Baudezernat hatte eigentlich gehofft, schon 2014 Baurecht für die Brücke zu bekommen. Dann erst können die Anträge auf Fördergeld gestellt werden. Wenn das Geld fließt, könnte der Bau starten. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) hatte gehofft, noch in seiner im nächsten Jahr endenden Amtszeit den ersten Spatenstich für den Brückenbau vollziehen zu können.

Gegner der Brücke halten die Verkehrslösung für eine halbe Sache, weil die Sörmitzer Straße gar nicht für die Verkehrsbelastung ausgelegt ist und am Dresdner Platz alles wieder zusammengeführt wird. Zudem machen sich Bürger der Stadtteile Sörmitz und Hermsdorf Sorgen, dass sie einen immensen Schleichverkehr erdulden müssen, von Fahrzeugen, welche die viel befahrene Dresdner Straße meiden wollen. So wurde im Rat bereits mit Verkehrsplanern über Verbote und Schikanen nachgedacht, um den Schleichverkehr einzudämmen. Hausbesitzer und Mieter im jetzigen Einbahnstraßenabschnitt der Schillerstraße sind sauer, wenn aus der verkehrsberuhigten Einbahnstraße nach dem Brückenbau eine zweispurige Durchgangsstraße wird. Da das baulich schon immer so möglich war, spielen diese Häuser im Planfeststellungsverfahren, etwa bei Lärmschutzmaßnahmen, keine Rolle und können auch nicht mit Geld für Lärmschutzfenster rechnen.

Thomas Sparrer

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