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Döbeln Brückenschlag am Döbelner Muldeufer
Region Döbeln Brückenschlag am Döbelner Muldeufer
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19:06 16.03.2012
So sieht die Brücke auf dem Papier der Planer aus. DAZ-Fotograf Sven Bartsch probierte schon mal, ob sich das Bauwerk tatsächlich in die Landschaft einfügt. Durch eine Unterbrechung der Betonbalken (rechts im Bild) kann der Radweg unter der Brücke hindurchgeführt werden. Das spart bei dieser Variante 70 Zentimeter Straßenhöhe.

Das beauftragte Planungsbüro hatte verschiedene Brückenvarianten vorgelegt. Diese wurden allesamt zunächst im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, der aus Stadträten und berufenen Bürgern besteht. Der Ausschuss hatte jene Brückenvariante empfohlen, die sich ohne Dominanz in die Landschaft einfügt und die durch ihre Konstruktionstiefe auch an der anderen Muldeseite mit weniger hohen Anrampungen auskommt. "Diese vom Stadtentwicklungsausschuss empfohlene Brücke favorisierten auch die Mitglieder des Hauptausschusses", berichtete gestern Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). Die Brückenvarianten werden nun noch im Stadtrat am 29. März vorgestellt. Dort wird auch das letzte Wort bei der Auswahl der Brückenvarianten gesprochen.

"Ziel ist es, dass wir alle Bauunterlagen bis Jahresende zusammenbekommen und damit das Planfeststellungsverfahren starten können", so der Oberbürgermeister. Etwa ein Jahr würde dann voraussichtlich vergehen, bis mit dem Planfeststellungsbeschluss das Baurecht hergestellt wäre. Vorausgesetzt, es gibt keine aufwendigen Gerichtsverfahren möglicher Brückengegner.

Die Spannbeton-Plattenbalken-Konstruktion liegt auf drei Betonpfeilern. Keiner der Pfeiler wird im Flussquerschnitt der Mulde stehen. "Entscheidungskriterien bei der Auswahl der Brücke sind neben dem Einfügen in die Landschaft vor allem der Hochwasserschutz, die Kosten des Baus, aber auch die möglichen Folgekosten für Wartung und Unterhaltung der Brücke", schildert Döbelns Planungsamtsleiter Thomas Hanns. Die jetzige Variante ist durch zwei durchgehende Betonbalken sehr flach konstruiert. Bei gleichbleibender Durchflusshöhe im Hochwasserfall sind aber an den Ufern weniger starke Straßensteigungen notwendig als bei anderen Varianten. Zudem passt auf der Sörmitzer Uferseite sogar noch der Radweg unter der Brücke hindurch. Das spart 70 Zentimeter Gesamthöhe.

q Die neue Brücke soll eine Gesamtlänge von 96 Metern ohne die Anrampungen der Zufahrten auf beiden Seiten haben.

q Die Fahrbahnbreite soll sieben Meter betragen. An beiden Seiten wird es jeweils noch eine zwei Meter breite Gehbahn geben, so dass die Brücke etwa elf Meter breit sein wird.

q Die reinen Brückenbaukosten werden bei dieser Variante bei zwei Millionen Euro liegen.

q Die seit Anfang der 90 Jahre diskutierte neue Brücke könnte nach Förderzusagen vom Land jetzt als kommunales Bauprojekt voraussichtlich 2014 in abgespeckter Form realisiert werden. Im November gab es im Zuge der Planungen umfangreiche Verkehrszählungen in Döbeln, deren Ergebnisse bis Mai vorliegen.

T. Sparrer

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