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Bürgerpolizist Gerd Brade: „Roßwein ist ein ruhiges Pflaster“

DAZ-Reporter auf Tour Bürgerpolizist Gerd Brade: „Roßwein ist ein ruhiges Pflaster“

Roßwein ist aus polizeilicher Sicht ein ruhiges Pflaster. Das bestätigte am Dienstagnachmittag Polizeihauptmeister Gerd Brade beim Seniorencafé im Rathaussaal. Der 56-Jährige muss es wissen. Er ist seit über einem Jahr der Bürgerpolizist in Roßwein.

Bürgerpolizist Gerd Brade (3.v.l.) beantwortete Fragen der Besucher des Roßweiner Seniorencafés.
 

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein.  Die Kleinstadt an der Mulde ist aus polizeilicher Sicht ein ruhiges Pflaster. Das bestätigte am Dienstagnachmittag Polizeihauptmeister Gerd Brade beim Seniorencafé im Rathaussaal. Der 56-Jährige muss es wissen. Er ist seit über einem Jahr der Bürgerpolizist in Roßwein.

„Es gibt hier keine gravierenden Vorfälle. Das liegt auch an der überschaubaren Bevölkerungszahl und am Altersdurchschnitt“, erklärt Brade. In Roßwein lebten relativ wenig Jugendliche und junge Erwachsene, die ein Problempotenzial darstellen könnten. „Und wenn Sie mich nach dem Asylheim in ihrer Stadt fragen, dann sage ich Ihnen: Es ist eines der ruhigsten und friedlichsten in der ganzen Region. Da haben wir mit den relativ wenigen Trunkenbolden in der Stadt mehr Ärger.“ Café-Besucherin Gertraude Block stimmte zu: „Ich bin einmal in der Woche bei den Asylbewerbern. Die sind ganz lieb. Da muss niemand Angst haben.“

Ein paar Warnungen vor dreisten Ganoven sprach der Bürgerpolizist im Kreise der Senioren dann aber doch aus. Gerade auf ältere Menschen habe es ein gewisses kriminelles Klientel abgesehen. „Hängen Sie beim Einkaufen im Supermarkt nicht ihre Handtasche an den Einkaufswagen und achten Sie immer auf Ihr Portmonee.“ Wer seine Wohnung verlässt, sollte die Tür nie offen stehen lassen und diese immer gut verschließen. „Stecken Sie das Bargeld Zuhause nicht zwischen die Wäsche. Lassen Sie sich lieber von ihren Kindern eine Kassette im Schrank einbauen“, rät Brade. „Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung hinein und seien Sie wachsam bei so genannten Schock-Anrufen. Da gibt sich jemand als ein naher Verwandter aus, täuscht eine Notlage vor und möchte, dass ihm mit Geld geholfen wird. Vorsicht, dieses Geld könnte schnell weg sein“, schildert der Polizist.

Ab und zu treiben auch mal „Gestalten“ in den Kleingärten ihr Unwesen. „Bei mir haben sie vor kurzem einfach das Schildkrötenhaus verrückt, so dass die Schildkröte ausbüchsen konnte. Zum Glück haben wir sie im Nachbargarten gefunden“, berichtet Horst Fiedler. Und Jutta Geißler wollte wissen, ob sie ein erworbenes Pfefferspray auch wirklich verwenden darf. Ein heikles Thema, so der Bürgerpolizist. Das komme auf die Situation an, zum Beispiel ob es sich um eine Notlage und Notwehr handelt. Entscheidend sei auch, was es für ein Pfefferspray ist. Im Ausland gekaufte Produkte könnten in Deutschland verboten sein.

Jutta Geißler relativiert ihre Frage auch gleich selbst: „Ich fühle mich in Roßwein durchaus sicher.“

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Von Olaf Büchel

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