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Buntes Treiben beim Apfeltag in Leisnig

Großer Andrang Buntes Treiben beim Apfeltag in Leisnig

Der Apfeltag in Leisnig trifft jedes Jahr auf hohen Anklang bei den Besuchern. Das Fest hat sich zum Dauerläufer entwickelt. Von Zukunftsstrategien und zufriedenen Besuchern.

Regionales Obst zu günstigen Preisen – das stand im Mittelpunkt des Leisniger Apfeltages.

Quelle: Gerhard Dörner

Leisnig. Während es draußen regnet, türmen sich in der Markthalle Berge von Äpfeln in den Holzkisten. Die Halle ist prall gefüllt. An der Kasse steht eine lange Schlange. Der 13. Apfeltag der Leisniger Obstgarten GmbH genoss auch in diesem Jahr hohen Anklang. Neben dem Erwerb von Früchten, Säften und Fruchtwein konnten die Besucher an Plantagenfahrten teilnehmen oder während des Bühnenprogramms entspannen.

„Unter dem Strich sind wir in diesem Jahr gut weggekommen“, sagt Thomas Seidel, Geschäftsführer der Leisniger Obstgarten GmbH in Bezug auf die Obsternte. Dieses Jahr rechneten sie mit deutlich weniger Obst. 70 bis 80 Prozent des Obstes konnte bereits geerntet werden. Bis Ende Oktober werden von 6000 Tonnen 5000 Tonnen angestrebt. Momentan ist jede Menge zu tun. Während die Gäste leckeren Wein verkosten, sind 120 Erntehelfer auf 210 Hektar bei der Arbeit. „Selbst heute können wir nicht aussetzen. Das schlechte Wetter kommt noch. Haben wir alles schon einmal gehabt“, sagt Seidel aus Erfahrung.

Die Intention des Festes liegt vor allem in der Stärkung der Marke Sachsenobst. „Wir wollen die Menschen dazu bringen, deutsches und regionales Obst zu kaufen.“ Der Apfeltag hat sich mittlerweile zum Dauerläufer entwickelt, die Halle sei fast auseinander gebrochen, sagt der Geschäftsführer. So wie es heute ist, solle es bleiben, wenn es nach ihm ginge. „Allerdings haben wir für nächstes Jahr besseres Wetter bestellt.“ Glück mit dem Wetter haben die Beteiligten heute nicht – trotzdem ist die Stimmung durchgehend gut.

Mit zwei vollen Säcken Äpfeln steht Matthias Zschocke vor der Kasse. 17 Kilogramm für Kuchen, zum lagern oder naschen. „Die Möglichkeit, regionales Obst zu günstigen Preisen kaufen zu können, ist wunderbar.“

Mit 75 bis 80 Prozent aller Früchte stehen die Äpfel deutlich im Mittelpunkt beim Obstanbau des Unternehmens. Doch alles was in dieser Region wächst, wird auch angebaut, ganz gleich ob Erdbeeren oder Birnen.

Die Kleingartenbesitzerin Doloris Eckert legt drei Äpfel auf den Tisch. Seit sie einen Kleingarten übernommen hat, fragt sie sich, welche Sorten sich in ihrem neuen Garten finden lassen. Pomologe Roland Lebe teilt einen in der Mitte und kostet. „Schwierig zu bestimmen“, sagt er und blättert in seinen Büchern. 40 Jahre lang hat der Pomologe beim Bundessortenamt gearbeitet, heute ist er Rentner und an Wochenenden auf Veranstaltungen unterwegs.

Die 82-jährige Olevia Mertineit kommt schon seit acht Jahren zum Apfeltag in Leisnig. Für sie ist es wie ein Volksfest, die kleine Plantagentour hat ihr besonders gut gefallen. „Preiswerte Ware, gute Atmosphäre – was will man denn mehr?“

Zukünftig will die Leisniger Obstgarten GmbH mehr auf Bio setzen: 300 Hektar werden jetzt schon für den Bio-Obstanbau genutzt, überwiegend für Bio-Apfelsaft. Ab 2018 sollen auch nachhaltige Tafeläpfel angebaut und verkauft werden.

Von Maria Sandig

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