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Döbeln Burgberg Kriebstein: Landkreis regelt Grundstücksfrage für Ausbau der Straße
Region Döbeln Burgberg Kriebstein: Landkreis regelt Grundstücksfrage für Ausbau der Straße
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17:02 21.02.2018
Der Kreis will die Straße zur Burg Kriebstein ausbauen. Dafür hat der Freistaat Sachsen jetzt eine Hürde aus dem Weg geräumt und Grundstücke gekauft. Quelle: Archiv
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Kriebstein

Der geplante Ausbau des Kriebsteiner Burgberges ist ein Stück vorangekommen. Der Freistaat Sachsen hat Teilflächen des Altwerkes der Papierfabrik Kübler und Niethammer am Fuße des Berges gekauft, teilt das Landratsamt Mittelsachsen mit. Denn die steile Straße zwischen Kriebethal und Kriebstein ist eine Kreisstraße, der Landkreis somit für deren Ausbau zuständig. An den Eigentumsverhältnissen hingen auch die Planungen für den Straßenbau. Über die Vertragsdetails und den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart, heißt es. Der Freistaat hat die Grundstücke von der Firma Karl gekauft. Diese hat bereits die jetzt verkauften Teilflächen beräumen lassen.

Ball flach halten

„Ich bin erst mal froh, dass das geklappt hat, das ist ein wichtiger Schritt für die Region“, sagt Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein). Sie warnt aber vor überschäumenden Optimismus, auch im Hinblick auf das Planungsverfahren für den Straßenbau, das langwieriger Natur ist. Denn dieser berührt ein Flora-Fauna-Habitat, ein strenges Naturschutzgebiet nach EU-Recht. „Da würde ich den Ball ganz flach halten. Die erste Hürde ist genommen, aber der Weg ist noch weit“, sagt die Bürgermeisterin. Die Mitarbeiter des Bauhofes werden also aller Voraussicht nach noch einige Zeit den Winterdienst auf der steilsten Straße Mittelsachsens besorgen.

Plan-Entwurf noch in diesem Jahr

Laut Landkreis soll noch in diesem Jahr die Entwurfsplanung stehen, sodass im Frühjahr das Planfeststellungsverfahren anlaufen kann. Laut Informationen der DAZ ist geplant, die Straße leicht zu verlegen, um so die Kurve entschärfen. Würde der Kreis den Burgberg im Bestand erneuern, wäre wohl kein so aufwendiges Verfahren notwendig. Noch in diesem Herbst will der Bauherr den artenschutzrechtlichen Fachbeitrag erarbeiten und die Arten im FFH-Gebiet zählen. „Wir werden das Verfahren mit unserem reichhaltigen Erfahrungsschatz begleiten“, kündigt Tobias Mehnert, Vorsitzender der Grünen Liga Sachsen, an. Dieser anerkannte Naturschutzverband hat als sogenannter Träger der öffentlichen Belang im Planfeststellungsverfahren ein gehöriges Wort mitzureden. Die Grüne Liga machte zuletzt von sich reden, als sie gegen die Baugenehmigung für die Dresdner Waldschlösschenbrücke klagte, dabei bis vor die höchste Gerichtsinstanz beim Europäischen Gerichtshof (EUGH) klagte zog und letztlich Recht bekam. Die Baugenehmigung für die Brücke ist rechtswidrig, stellte letztlich das Bundesverwaltungsgericht nach der juristischen Einschätzung der EUGH-Richter fest.

Landrat optimistisch

Im Landratsamt Mittelsachsen herrscht Optimismus angesichts des Fortschrittes. „Wir freuen uns über den Abschluss, denn wir können die nächsten Schritte angehen. Ein gutes Zeichen für die Region. Die touristische Infrastruktur wird sich insgesamt deutlich verbessern“, sagt Landrat Matthias Damm (CDU).

Von Dirk Wurzel

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