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Busbahnhof ab Montag Baustelle

Busbahnhof ab Montag Baustelle

Es gibt nicht nur den Kasseler Braten, sondern auch den Kasseler Bordstein. Für Döbeln ist das insofern interessant, weil eben diese Bordsteine demnächst am Busbahnhof eingebaut werden.

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Der Bauzaun steht bereits. Ab Montag wird hier der Bagger zu Werke gehen.

Quelle: O. Büchel

Döbeln. Der Flutgraben für die Mulde soll verbreitert werden - nach dem Juni-Hochwasser lieber gestern als morgen. Vor-aussichtlich im Oktober dieses Jahres wird laut Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung mit der Bohrpfahlgründung hinter dem Busbahnbahnhof und dem daneben befindlichen Parkplatz begonnen. Bevor es dort losgeht, müssen aber noch einige Voraussetzungen dafür auf dem Areal des Busbahnhofes selbst geschaffen werden. Die aufgestellten Bauzäune zeugen davon - am Montag geht es damit los.

"Wir haben den Bauauftrag ausgelöst. Die Baufirma hat beim Startzeitpunkt einen gewissen Spielraum. Wichtig ist die Einhaltung des Termins für das Bauende. Denn bis zum Schulbeginn sollen die wesentlichen Umbauarbeiten fertig sein", erklärt Axel Bobbe. Sprich: die in den nächsten Wochen erfolgenden Tiefbauarbeiten bedeuten einen erheblichen Eingriff ins Gelände. Und da wäre ein größerer Auflauf von Schülern - wie während der Schulzeit auf dem Busbahnhof üblich - von Nachteil.

Im vorderen Bereich der Haltestation wird ein vorhandener Bussteig komplett erneuert und wieder aktiviert und ein weiterer ganz neu geschaffen. Diese erhalten den so genannten Kasseler Bordstein (siehe Kasten), der ein besonders bequemes Einsteigen in Niederflurbusse ermöglicht. Das erklärt der zuständige Bauleiter der Strabag, die das Projekt in die Tat umsetzt.

Im Gegenzug verschwindet ein Bussteig im hinteren Bereich und auch ein Eingriff in eine dort befindliche kleine Grünfläche lässt sich nicht vermeiden. Hintergrund ist, dass Platz für die Verbreiterung der Flutrinne geschaffen werden muss, die Busse aber weiterhin eine Fahrspur brauchen, von der aus die einzelnen Bussteige angesteuert werden können. Olaf Büchel

Vinnis Blick

Der Kasseler Busbord ist ein Betonprofil, das an Haltestellen, an denen Niederflurfahrzeuge (Busse, Straßenbahnen) halten, als Randstein verwendet wird. Benannt ist es nach Kassel, weil es dort für das erste niederflurige Nahverkehrssystem Deutschlands entwickelt wurde. Es hat sich zum weit verbreiteten Standard für Stadtverkehrshaltestellen entwickelt.

Das Kasseler Design zeichnet sich durch einen besonders glatten und außerdem gekrümmten Bord aus. Ein Bus kann mit seinen Reifen ohne großen Verschleiß heranfahren. Die Oberseite des Profils ist rutschfest strukturiert und kann von Blinden und Sehbehinderten gut ertastet werden. Der helle Beton erzeugt einen hohen Kontrast zur Gehwegbefestigung und erleichtert so die optische Erkennbarkeit. Das extrem dichte Heranfahren und die Höhe des Bords ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu den Verkehrsmitteln.

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