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Busunternehmen der Region Döbeln beugen bösen Überraschungen bei Tüv und Dekra vor

Busunternehmen der Region Döbeln beugen bösen Überraschungen bei Tüv und Dekra vor

Defekte Beleuchtung, verölte Motoren, Achsenprobleme, mangelhafte Bremsen: Fast jeder zweite Bus in Deutschland fällt bei der Hauptuntersuchung auf - und sogar jeder siebte Bus bekommt keine Plakette.

Das ist das Ergebnis des diesjährigen Tüv-Busreports. Dem Report ist auch zu entnehmen: Das Ergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Besonders auffällig sind ältere Fahrzeuge ab zehn Jahren, von denen laut dem Report 16,4 Prozent erhebliche Mängel aufwiesen, während es bei über 20 Jahre alten schon 26,9 Prozent waren.

Für Joachim Hoffmann, Geschäftsführer der Omnibus-Verkehrsgesellschaft mbH "Heideland", die die Strecke Oschatz-Döbeln bedient, sind diese Ergebnisse insofern nicht nachvollziehbar, als dass jeder Bus in Deutschland im Dreimonatsrhythmus zur Sicherheitsprüfung muss. "Deshalb dürfte eigentlich kein Bus bei Tüv oder Dekra auffällig werden, ganz abgesehen davon, dass Sicherheit das wichtigste Gebot eines jeden Busunternehmers sein sollte."

Und auch das Alter der Technik dürfe normalerweise keine Rolle spielen. "Wir haben selbst 18 Jahre alte Fahrzeuge im Fuhrpark, die jedoch in einem Top-Zustand sind, weil wir mit der Wartung dranbleiben", so Hoffmann, der andererseits den Freistaat Sachsen für seine Förderpolitik im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs kritisiert. "Wir erwarten, dass die Landesregierung die Kürzung der Fördermittel für Businvestitionen von ehemals elf auf vier Millionen Euro zurück nimmt, weil dies in keinem Verhältnis zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs steht." Eine Einschätzung, die von seinem Kollegen von der Regiobus Mittelsachsen GmbH, zu der die Verkehrsgesellschaft Döbeln mbH gehört, geteilt wird.

"Nicht nur die Mittel für das nächste und wegen des Doppelhaushalts womöglich auch für das übernächste Jahr sind deutlich gekürzt worden", klagt Geschäftsführer Michael Tanne. "Zudem hat der bürokratische Aufwand für die Antragstellung enorm zugenommen, wir können nur an die Landesregierung appellieren, die Förderrichtlinie zu überarbeiten." Davon unbenommen sei allerdings, dass defekte Busse nicht auf die Straße gehören. "Auch unser Fuhrpark ist älter geworden, aber da wir professionelle Werkstätten betreiben, haben wir die Technik gut im Griff", so Tanne, der das Durchschnittsalter seiner Busflotte mit zehn Jahren benennt. "Aufgrund der Fördermittelkürzungen haben wir nicht im Ansatz die Chance, unseren Rückstau bei der Technik abzubauen, was es uns wiederum zunehmend erschwert, bestimmte Umwelt- und Qualitätsstandards einzuhalten."

Hinzu kommt laut Frank Thieme, dessen drei Busse vornehmlich im Döbelner Schülerverkehr unterwegs sind, dass der Konkurrenzdruck in der Branche im Allgemeinen und bei der Schülerbeförderung im Besonderen dazu führe, das Serviceleistungen möglichst billig angeboten werden. "Als Folge mag mancher Unternehmer an der Wartung sparen, was ich allerdings für kontraproduktiv halte, weil verkehrssichere Fahrzeuge das Aushängeschild von Personentransportunternehmen sein sollten."

Roger Dietze

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