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Döbeln Christian Ludwig für Flutstiefel vorgeschlagen
Region Döbeln Christian Ludwig für Flutstiefel vorgeschlagen
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21:43 01.08.2013
Beim Fluteinsatz: Hier rechts im Bild ist der 18-Jährige Christian Ludwig mit einem Kameraden zur Nachtwache in Döbeln. Quelle: Martin Wagner

Die Helfer haben viele Gesichter. Sie sollen am 6. September im Döbelner Rathaussaal mit dem Flutstiefel 2013 ausgezeichnet werden, den die DAZ zusammen mit dem Landkreis Mittelsachsen und der Kreissparkasse Döbeln stiftet. Von Martin Wagner, Zugführer bei den Johannitern, vorgeschlagen ist Christian Ludwig.

Der 18-jährige Christian Ludwig hat gerade sein Abitur am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium abgelegt. An der Penne war er nicht nur Schüler, sondern auch in den vergangenen vier Jahren im Sanitätsdienst aktiv und hat ihn sogar drei Jahre lang geleitet. Dabei hat er seine Mitschüler vor allem für den Erste-Hilfe-Einsatz fit gemacht. Als Ludwig dann gerade seine Grundausbildung im Katastrophenschutz bei den Johannitern erfolgreich abgeschlossen hatte, kam die Flut.

Mit seinen sieben Kameraden der Schnellen-Einsatz-Gruppe von der Johanniter Unfallhilfe wurde er zum Fluthelfereinsatz nach Döbeln in die Reichensteinstraße gerufen. Dort kochten die Johanniter Essen für die Fluthelfer. Anfangs nur 80 Portionen am Tag, am Ende waren es ganze 6000 Essen täglich, wie Martin Wagner erzählt. Erbseneintopf oder Schnitzel stärkten die anderen Helfer und gaben die nötige Energie.

"Wir wurden mit der Zeit noch von weiteren 70 Kameraden verstärkt, um die Masse zu stemmen", berichtet Wagner. Christian Ludwig war fortan im Dauereinsatz. Insgesamt acht Tage lang. Anfangs ackerte der Abiturient bis zu 16 Stunden täglich, am Ende waren es noch immer 12 Stunden pro Tag. Der 18-jährige Ludwig hat meist die Nachtschichten geschoben. In denen hat der Abiturient seine Kameraden und die vielen anderen zivilen Fluthelfer mit einer warmen Mahlzeit versorgt oder andere Aufgaben übernommen, wie etwa die Bewachung des Zelts.

"So ein enormes Arbeitspensum ist einfach vorbildlich für junge Erwachsene in seinem Alter", meint Wagner. Und als die Flut zu Ende war, hat Christian Ludwig weiter geholfen. Laut Wagner ist der Leisniger auch noch in seiner Feuerwehr aktiv. Als nach der Flut die Unwetter kamen, hat er dort weiter geholfen. Zusammen mit der Feuerwehr mussten von den Unwettern umgeknickte Bäume beseitigt werden. Der 18-Jährige ist also Mitglied in gleich zwei Hilfsgemeinschaften, den Johannitern und der Leisniger Feuerwehr.

"Er ist Feuer und Flamme fürs Ehrenamt und geht als Vorbild für junge engagierte Menschen voran", sagt Ludwigs Zugführer Wagner stolz. Grund genug, Christian Ludwig für den diesjährigen Flutstiefel der DAZ zu nominieren. Stefanie Dietz

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