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Clariant verhandelt mit Käufer für Döbelner Werk

Clariant verhandelt mit Käufer für Döbelner Werk

Seit 31. Mai ist die Produktion im Döbelner Werk von Clariant Masterbatches an der Waldheimer Straße 77 eingestellt. Doch für das nunmehr leerstehende Werk im Gewerbegebiet Süd an der Bundesstraße 169 gibt es einen potenziellen Nachnutzer.

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Bis zu 2000 Tonnen Farbkonzentrat wurden in guten Zeiten im Dreischicht-System jährlich bei Clariant Döbeln (vormals Colorplast) produziert.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. "Für den Verkauf der Liegenschaft gibt es einige Interessenten. Mit einem davon befinden wir uns in intensiven und positiv verlaufenden Verhandlungen, die im Oktober zum Abschluss gebracht werden sollen", bestätigt Alexandra Kutschenreuter, Sprecherin von Clariant Deutschland. Nach DAZ-Informationen handelt es sich um ein Unternehmen aus dem Muldentalkreis, das die Werkhalle mit dem Verwaltungsbau an der Bundesstraße 169 übernehmen will. Die Verkaufsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, da offenbar für die neue Nutzung ein Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bei der Landesdirektion Chemnitz durchlaufen werden muss. Der Schweizer Chemiekonzern Clariant mit Sitz in Muttenz stellte in Döbeln Masterbatches her. Das ist hochkonzentriertes Farbgranulat, mit dem alle Arten von Kunststoff gefärbt werden können. Allerdings: Während die Nachfrage sowie Umsatz und Gewinn in dieser Sparte weltweit steigen, herrscht beim Absatz in Europa, eine anhaltend niedrige Nachfrage. Deshalb baute der Konzern europäische Überkapazitäten im Werk Döbeln ab. Die Produktion in Döbeln wurde zum 31. Mai eingestellt. Es folgten noch Demontage und Aufräumarbeiten. Die Döbelner Produktionsanlagen wurden in die anderen europäischen Betrieben von Clariant integriert, vor allem in Lahnstein (Rheinland-Pfalz). Zum 1. April und zum 1. Juli wechselte jeweils rund die Hälfte der zuletzt 23 Döbelner Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft. "Die Firma Clariant hat den betroffenen Mitarbeitern, durch die Überleitung in die Transfergesellschaft gute Voraussetzungen geschaffen, um eine schnellst mögliche Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt zu realisieren. Zu diesem Zweck werden zurzeit Qualifizierungen, in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit Döbeln durchgeführt", so die Unternehmenssprecherin.

Das Gewerbegebiet Döbeln-Süd, zu dem auch das Clariant-Werk gehört, soll nach Auskunft von Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) noch in diesem Jahr erschlossen werden. Aktuell befinden sich in dem Gebiet eine Spedition, ein Palettenhandel, die Vermittlungsstelle der Telekom, eine Fahrschule, Teile der Firma Weißflog, der Getränkehandel Köhler, Reifen Meng und das leere Clariant-Werk. Die Stadt hat zwischenzeitlich das gesamte restliche Gelände des früheren BMK-Süd und das Gelände der Möbelwerke in ihrem Besitz. Insgesamt 4,5 Hektar brutto ist das Gewerbegebiet-Süd groß. Drei bis 3,5 Hektar sind bebaubar. Um mit Hilfe von Fördermitteln mit der Erschließung starten zu können, müssen für das neue Gewerbegebiet ansiedlungswillige Interessenten vorliegen. Die gibt es wohl bereits.

Die Erschließung des Gebietes soll über eine neue Kreuzung an der B 169 unterhalb von Reifen Meng erfolgen.

Thomas Sparrer

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