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Döbeln Cobra 11 rückt ab sofort von Döbeln aus
Region Döbeln Cobra 11 rückt ab sofort von Döbeln aus
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16:26 06.09.2018
Im Gebäudekomplex des Finanzamtes an der Döbelner Burgstraße ist ab sofort auch das Autobahnpolizeirevier untergebracht. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Seit Mittwoch arbeiten in Döbeln auf einen Schlag 13 Polizisten mehr. Das Autobahnpolizeirevier Deutschenbora ist von seinem Standort unweit der A 14 bei Nossen mitten in die Große Kreisstadt Döbeln gezogen. Am Mittwoch wurde der Standort im Gebäudekomplex des Finanzamtes Döbeln an der Burgstraße offiziell eingeweiht.

Rund 280 000 Euro investierte der Freistaat in das Übergangsquartier der Autobahnpolizei in Döbeln. Nach wie vor ist geplant, die 13 Autobahnpolizisten räumlich mit am neuen Döbelner Polizeirevier unterzubringen, das ab 2019 an der Leisniger Straße in der Döbelner Weststadt gebaut werden soll.

„Die baulichen Bedingungen in Deutschenbora hatten sich zunehmend verschlechtert. Vor allem im Keller des Gebäudes drang Feuchtigkeit ein, die ins Mauerwerk zog. So wurde im vergangenen Jahr eine Sanierung in Deutschenbora für rund 630 000 Euro dem Umbau am Döbelner Finanzamt für 280 000 Euro gegenüber gestellt. Die Entscheidung für den schnellen Umzug nach Döbeln fiel vor genau einem Jahr“, schildert Andreas Loepki, Erster Polizeihauptkommissar und Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig.

In den letzten Monaten wurden im grauen Seitengebäude des Finanzamtes an der Döbelner Burgstraße Wände verrückt, Sanitär-, Büro- und Technikräume sowie eine Waffenkammer und Sicherheitstechnik eingebaut. Im Hof des Geländes stehen den Autobahnpolizisten zudem drei Garagen für ihre Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Von Döbeln aus starten die Beamten zu ihren Einsätzen und Kontrollfahrten vorwiegend auf der A 14, aber auch die anderen sächsischen Autobahnen gehören zu ihrem Einsatzbereich.

Neues Polizeirevier ab 2020

2020 soll die Autobahnpolizei dann mit an den Standort des neuen Döbelner Polizeireviers ziehen. Für 5,6 Millionen Euro entsteht das neue Revier nur wenige Meter weiter auf einem Grundstück des ehemaligen DBM-Geländes zwischen der Leisniger und der Grimmaischen Straße in Döbeln-West, gleich neben dem einstigen Autoliv-Werk. Vorgesehen ist ein dreigeschossiger Bau mit einem Flachdach und einer Grundfläche von etwa 45 mal zwölf Metern, der parallel zur Leisniger Straße verläuft. Dahinter ist mit einem gewissen Abstand noch ein Garagenkomplex geplant. Im Erdgeschoss des Reviergebäudes soll es die Wache mit behindertengerechtem Zugang geben, außerdem Funktionsräume. Die Büros und Räume für die Beamten sollen in den Etagen darüber Platz finden.

Bedacht wird bei dem Neubau, dass die Landesregierung etwa 1 000 zusätzliche Polizeistellen in Sachsen schaffen will. Am Standort Döbeln könnten dann statt derzeit 80 Beamten etwa 90 Polizisten arbeiten, plus die Kollegen des Autobahnpolizeireviers.

Für den Bau des neuen Döbelner Polizeireviers zwischen der Leisniger und der Grimmaischen Straße sind mittlerweile alle wichtigen Unterschriften auf den Bauunterlagen und die Finanzierung ist geklärt. Im Moment liegen die Unterlagen noch zur Prüfung in der Zentrale des Sächsischen Immobilien und Baumanagements (SIB). Das jetzige Revier an der Burgstraße soll ersetzt werden, weil es nicht hochwassersicher ist.

Von Thomas Sparrer

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