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Döbeln Container brennen, Lagerfeuer knistert unerlaubt
Region Döbeln Container brennen, Lagerfeuer knistert unerlaubt
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18:36 01.01.2018
Feuerwerksreste auf dem Döbelner Obermarkt. Quelle: Olaf Büchel
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Region Döbeln/Mittelsachsen

Weitgehend friedlich und ohne große Zwischenfälle ist die Silvesternacht in der Region Döbeln verlaufen. „Es war ein durchschnittliches, eher verhaltenes Einsatzgeschehen zu verzeichnen. Im Raum Döbeln war es eher ruhig“, erklärte Rico Uhlich, Lagedienstführer der zuständigen Rettungsleitstelle Chemnitz, am Neujahrsmorgen.

Die Döbelner Feuerwehr musste dennoch mehrmals ausrücken und kam eine Zeit lang nicht zur Ruhe. So brannten in der Neujahrsnacht, gegen 3.30 Uhr, zwei Sammelcontainer für Altkleider am Heidenheimer Ring in Döbeln-Nord. „Es ist davon auszugehen, dass sie in Brand gesteckt wurden. Auf rund 6 000 Euro wird der Schaden geschätzt“, informierte Jana Kindt, Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz. In den Ortsteil Geleitshäuser wurden die Feuerwehrkameraden wegen einer Rauchentwicklung gerufen. „Diese entpuppte sich als ein nicht angemeldetes Lagerfeuer. Das musste ausgemacht werden“, sagte Thomas Harnisch , Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln. Die Kameraden waren nur einige Minuten vor Ort. Hilfe mussten die Blauröcke noch bei einem Rettungsdiensteinsatz An der alten Gärtnerei in Döbeln leisten. „Dort ging es um eine Türnotöffnung, die notwendig war, damit die Rettungskräfte in die Wohnung zu der zu versorgenden Person gelangen konnten“, erklärte Harnisch. „Es hat gereicht, gegen 4 Uhr waren wir wieder im Depot“, so das Fazit des Wehrleiters zur Silvesternacht.

Auch in der Notaufnahme des Klinikums Döbeln hatte das medizinische Personal in der Silvesternacht gut zu tun, wie eine Schwester am Montagvormittag bestätigte. „Es gab zwar keine schweren Brandverletzungen durch Feuerwerkskörper. Aber es gab die für eine solche Nacht typischen Fälle, und das nicht zu knapp“, so die Schwester.

Durch eine Feuerwerksrakete verletzt wurde in der Silvesternacht eine 50-jährige Frau in Brand-Erbisdorf. Herbeigerufene Polizisten konnten noch vor Ort einen 30-Jährigen mit 1,9 Promille ermitteln, der den Feuerwerkskörper abgefeuert haben soll. Es besteht der Verdacht der gefährlichen Körperverletzung. Bei der Personalienüberprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass für diesen ein Haftbefehl vorliegt. Er kam am Montag in eine Justizvollzugsanstalt.

Insgesamt registrierte die Polizei im Direktionsbereich Chemnitz 70 Einsätze im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Jahreswechsel. Vor allem Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik wurden angezeigt. Darüber hinaus ergab sich in drei Fällen der Verdacht fahrlässiger Brandstiftung. In einem Fall besteht der Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Die Überbleibsel des Silvesterfeuerwerks zeigten sich am Neujahrsmorgen auf den Straßen, Wegen und Plätzen wie immer sehr deutlich. Markant waren vor allem die großen Kartons leergeschossener Feuerwerksbatterien. Viele Bürger und auch Mitarbeiter der Stadtbauhöfe waren am Neujahrstag aber schon früh unterwegs, um wieder Ordnung zu schaffen. Der Roßweiner Markt war Montag um 10 Uhr schon wie geleckt. In Döbeln beseitigte Baubetriebsamtschef Jürgen Aurich persönlich die gröbsten Knallreste.

Von Olaf Büchel

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