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Crash-Boliden liefern sich spannende Rennen im Harthaer Schlamm

Stock Car Crash-Boliden liefern sich spannende Rennen im Harthaer Schlamm

Das 14. Stock Car Rennen in Hartha hinterlässt jede Menge aufgewühlten Schlamm und verbogenes Blech. Aber auch ebenso tiefe Eindrücke an eine einzigartige Motorsportveranstaltung der Region Döbeln.

Schlamm, Motorengeheul und jede Menge verbogenes Blech: Beim 14. Stock-Car-Rennen in Hartha ging es am Wochenende vor tausenden Zuschauern rund.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Mit der 14. Auflage des Harthaer Stock-Car-Rennens kehrte der Motorsport-Club Hartha (MSC) zu seinen Anfängen zurück. Denn erstmals in der Renngeschichte gab es am Wochenende die Klasse „unverbaut bis 1500 Kubikzentimeter“. Das sind Autos, fast wie sie von der Straße kommen. Nur die Scheiben sind entfernt und ein Überrollkäfig ist eingeschweißt – wegen der Sicherheit. „Die unverbaute Klasse ist mehr oder weniger so, wie wir damals angefangen haben. Die Autos haben zum Beispiel keine Ramme“, sagt Vereinschef Thomas Grünert.

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Einmal im Jahr treffen sich in Hartha auf der Rennstrecke am Hegweg Männer und Frauen mit Benzin in den Andern zum Stock-Car-Rennen. Dann kommen weitere Beulen ins Blechkleid und der ein oder andere Wagen kippt auf der Strecke mal um. Motorsport für Tausende Besucher.

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Auf der etwa 500 Meter langen Rennstrecke war dann zu sehen, wie Fahrzeuge vor und nach einem Rennlauf aussahen. Da schleifte mancher einen zerfetzten Stoßfänger hinter sich her. Da war erhob sich manch Motorhaube als Gebirge aus zerknülltem Blech und schränkte dem Fahrer die Sicht ein.

Lob für die Veranstalter

Aber so ist das beim Stock-Car-Rennen, einem tollen Alleinstellungsmarkmal für Hartha, das bis weit über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus strahlt. „Die Teilnehmer mit der weitesten Anreise kamen aus dem Allgäu, auch aus Brandeburg und aus ganz Sachsen waren Fahrer da“, sagt Thomas Grünert. Insgesamt 83 Piloten gingen mit ihren zumeist zerbeulten Sportgeräten an den Start. Höhepunkt war zweifellos wieder der Vernichtungslauf, bei dem der gewinnt, der zuletzt auf der Strecke fährt. Daniel Schumann gewann diesen diesmal mit einem Auto, das der Waldheimer Motorsport-Fan Enrico Brand als Honda-Civic identifizieren sollte. „Zum Abschluss der Rennsaison finde ich das toll hier, vor allem die Stimmung. Das ist wie Fasching und Stadtfest zusammen“, sagt der Waldheimer Rechtsanwalt. Auch andere Zuschauer an der Rennstrecke – es kamen am Wochenende mehrere tausend nach Hartha – lobten in Gesprächen untereinander die Veranstalter für das, was sie da jedes Jahr mit viel Aufwand auf die Beine stellen.

Mit verstellter Spur weitereiern

Es ist aber auch extrem spannend anzusehen, wie sich die Fahrer der Wagen gleich nach dem Start wie beim Autoscouter auf dem Rummel gegenseitig an die Karren fahren. Wohl dem, der sich zeitig vom Starterfeld absetzen kann. Bestenfalls dreht er danach unbehelligt seine Runden und entscheidet den Lauf mit mehr oder weniger heil gebliebenen Auto für sich. Nicht nur das gegenseitige Geramme sorgt für Materialverschleiß. Wer in den Kurven an den Erdwall driftet, muss mitunter mit einer total verstellten Spur weiterfahren – besser: weitereiern. Manch Pilot landete auch auf dem Dach. Die Kameraden der Feuerwehr und die Streckenpost waren aber gleich zur Stelle und meist blieben diese Unfälle für den Fahrer folgenlos. Für einen MSC-Piloten jedoch nicht. Er kam nach einem Unfall ohne Fremdverschulden ins Krankenhaus.

Von Dirk Wurzel

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