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Döbeln Crystal-Schmuggel bringt junge Mutter vor Gericht
Region Döbeln Crystal-Schmuggel bringt junge Mutter vor Gericht
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15:28 17.04.2018
Die Droge Crystal hat einmal mehr das Amtsgericht Döbeln beschäftigt. Diesmal saß eine junge Mutter auf der Anklagebank. Sie hatte ihre Bekannten nach Tschechien geschickt, um Drogen zu kaufen und nach Döbeln zu bringen. Quelle: picture alliance / dpa
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Döbeln/Waldheim

Einer ist aus dieser Nummer fein raus. ein 28-Jähriger Döbelner holte Anfang Mai 2016 mit einem Komplizen Crystal aus der Tschechischen Republik – weil das da so schön billig ist. Aber die Bestellung einer Waldheimerin von 24 Gramm kam nie an. Die Polizei nahm das Schmuggler-Duo hops. Das führte zu mehren Prozessen vor unterschiedlichen Gerichten.

Glück im Landgericht

Der 28-Jährige hatte zwar die Sache eingefädelt, bleibt aber straffrei. Er war ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Das Amtsgericht Döbeln hatte ihn deswegen zu drei Monaten mit Bewährung verurteilt. Weil das Fahren ohne Fahrerlaubnis und die Drogeneinfuhr rechtlich gesehen eine Tat sind, konnte ihn das Landgericht im Spätsommer 2017 nicht wegen des Crystal-Schmuggels verurteilen, sondern musste das Verfahren einstellen. Keiner darf wegen ein und derselben rechtswidrigen Tat zweimal bestraft werden, regelt das Grundgesetz. Der Mittäter bekam ein Jahr und neun Monate Haft ohne Bewährung. Weil das Gericht einen minder schweren Fall annahm.

Nur minder schwerer Fall kann helfen

Gestern stand nun die Auftraggeberin der Drogenfahrt vor dem Schöffengericht des Amtsgerichtes Döbeln. Keine fiese Drogendealerin, sondern eine junge Frau mit abgeschlossener Schul- und Berufsausbildung, die nach dem Mutterschutz wieder berufstätig sein wird. Crystal nehme sie keins mehr, sagte die junge Frau. Auch bei ihr ging es um den minder schweren Fall, um unter die mindestens zwei Jahre Knast zu kommen, die das Betäubungsmittelgesetz für dieses Drogen-Verbrechen vorsieht. Die Angeklagte räumte den Tatvorwurf ein. Sie habe das Crystal für den Eigenkonsum gebraucht, sagte sie. Die Absprache mit dem 28-Jährigen über die Details der illegalen Beschaffung blieb recht unkonkret, wie die Kurznachrichten belegen, die sich Bestellerin und Kurier geschickt haben. Halt für 500 Euro was mitbringen und ein paar Gramm für das Holen und Bringen behalten.

Erst fein raus, dann fein rein

„Da ist jemand der Versuchung erlegen. Hier hat sich noch keine Struktur verfestigt“, sagte Staatsanwalt Markus Schori, der sich für einen minder schweren Fall aussprach und anderthalb Jahre Haft mit Bewährung beantragte. „Meine Mandantin war völlig erschrocken, als ich ihr sagte, dass der Strafrahmen bei zwei Jahren beginnt“, sagte Rechtsanwalt Andreas Gumprich, der die junge Frau verteidigte. Auch er sah den minder schweren Fall und forderte 14 Monate bedingte Haft. Das Schöffengericht verhängte schließlich ein Jahr fünf Monate und zwei Wochen mit Bewährung. „Wir sehen die positiven Umstände bei Ihnen. Sie haben einen klaren Plan für die Zukunft. Dass ist sehr angenehm, das haben wir selten“, begründete Richterin Karin Fahlberg, die Vorsitzende des Schöffengerichtes, die Bewährung. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der 28-Jährige Döbelner mag aus der Drogennummer fein raus sein. Allerdings wird er bald fein rein müssen ins Gefängnis. Und zwar für vier Monate wegen Diebstahls und Bedrohung.

Von Dirk Wurzel

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