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Döbeln Currywurst im Stadtcafé Döbeln
Region Döbeln Currywurst im Stadtcafé Döbeln
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19:54 06.02.2012
Döbeln

Dort, wo einmal dampfender Kaffee ausgeschenkt und so manche Kalorienbombe serviert wurde, lagern zurzeit Baumaterialien. Alles ist grau und staubig. Doch die kunstvolle Glasdecke und die Marmorsteine von früher lassen noch immer erkennen, welches Potenzial in dieser Räumlichkeit steckt. "Das wollen wir alles erhalten und wieder herrichten", sagt Rolf Fischer, der sich selbst als "graue Eminenz" der Fiba Holding bezeichnet, der neben 16 weiteren auch dieses Gebäude in Döbeln gehört. Lange bevor das Stadtcafé in dem Haus Einzug hielt, habe sich die Alte Dresdner Bäckerei darin befunden, gewährt der Immobilienbesitzer einen kleinen geschichtlichen Exkurs zu seinem Objekt. Deshalb könne er sich bei der voraussichtlich im Sommer erfolgenden Verjüngungskur der Fassade vorstellen, den historischen Bäckerei-Schriftzug wieder anzubringen. "Stadtcafé" würde auf jeden Fall nicht mehr passen, weshalb die verbliebenen Buchstaben überm Haupteingang verschwinden sollen. Die künftige Nutzung des Gastraumes im Untergeschoss sieht Fischer in einer Art Bistro oder Imbiss. Ihm schwebt vor, endlich die Currywurst in Döbeln zu etablieren. "In Berlin läuft das hervorragend."

Wann der erste Curry an der Burgstraße über die Wurstscheiben gepudert wird, dazu möchte sich Fischer nicht festlegen. "Wir lassen uns von niemandem drängen. Wenn es fertig ist, ist es fertig. Unsere sämtlichen Investitionen bestreiten wir von den Mieteinnahmen und ohne Bankkredite", sagt Fischer. Den einzigen Termin, den er nennt: Bis 1. März soll die erste Wohnung im Gebäude fertig sein. Insgesamt neun Wohnungen gibt es in dem markanten Eckhaus, zurzeit werden diese saniert.

Einen weiteren Imbiss plant Fischer in der Schillerstraße 48/Ecke Roßweiner Straße zu etablieren. Dort seien die Arbeiten fast abgeschlossen, im Sommer könnte es mit der Eröffnung so weit sein. Obwohl sich mit dem Alten Forsthaus auch in der Burgstraße 39 einmal eine gastronomische Einrichtung befunden hat, will der Unternehmer dieses Gebäude ausschließlich zu Wohnzwecken sanieren. "Da haben wir gerade erst angefangen, zu entkernen", so Fischer.

Schon viel weiter könnte er mit der Ruine des Gasthofes Stadt Leipzig am Bahnübergang Großbauchlitz sein, wenn der Denkmalschutz besser mitgespielt hätte - sagt zumindest Rolf Fischer. Dort hilft nach seiner Ansicht nur noch eine Radikalkur, das heißt Abriss. Das Hauptgebäude müsse er aber laut Denkmalschutz stehen lassen. "Dann steht es, bis es in sich zusammenfällt. Und dann muss es weg." Eine Idee für das "Riesengrundstück" hat Fischer jedenfalls schon: ein Ausflugspavillon, vielleicht mit Schnellrestaurant. Olaf Büchel

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