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Döbeln DAZ-Aus in Waldheim: Grundschule schließt Sprachsonderklasse
Region Döbeln DAZ-Aus in Waldheim: Grundschule schließt Sprachsonderklasse
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An der Oberschule Waldheim wird es den Spezialunterricht für Flüchtlingskinder weiterhin geben. An der Grundschule sieht das anders aus. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Waldheim

Die Grundschule in Waldheim hat demnächst keine Klasse für Deutsch als Zweitsprache (DAZ) mehr. Diese besuchen die Kinder von Asylbewerbern. An der Oberschule bleibt die DAZ-Klasse aber erhalten.

Die Entscheidung der Bildungsagentur, die DAZ-Klasse an der Grundschule zu schließen, hat mit sinkenden Schülerzahlen zu tun. Sieben Kinder besuchen diese derzeit. „Zwei von ihnen gehen künftig an in eine Vorbereitungsklasse an der Kunzemannschule in Döbeln. Drei werden in Hartha in den normalen Unterricht integriert, die Kinder wohnen dort“, informiert Lutz Steinert, Pressesprecher der Bildungsagentur Chemnitz. Zwei der DAZ-Schüler bleiben der Waldheimer Grundschule erhalten. Sie leben in Waldheim und sind so fit in Deutsch, dass sie getrost eine Regelklasse der Grundschule besuchen können.

Erst im August 2016 eingerichtet

Der Unterricht für die DAZ-Schüler läuft nach Worten von Lutz Steinert so ab: In der Vorbereitungsphase lernen die Kinder vor allem eins: Deutsch. Wenn sie die Sprache soweit beherrschen, läuft die 2. Phase an, die sogenannte Teilintegration. „Die Schüler lernen dann bereits einige Stunden in den Regelklassen“, sagt Lutz Steinert. In der dritten Phase nehmen die Schüler mit Migrationshintergrund dann am ganz normalen Unterricht teil. Die Spezialklasse für die Flüchtlingskinder hatte die Grundschule Waldheim erst im August vergangenen Jahres eingerichtet.

Dass die DAZ-Klasse an der Grundschule jetzt geschlossen wird, heißt nicht, dass es eine solche nie wieder gibt. „Wenn der Bedarf da ist, kann das wieder hochgefahren werden“, sagt Lutz Steinert. An der Oberschule Waldheim denkt keiner, die Spezialkassen für Deutsch als Zweitsprache dicht zu machen. „Hier brauchen wir noch diese Art der Beschulung“, sagt Lutz Steinert. Zwei Klassen gibt es hier mit zusammengenommen etwa 30 Schülern.

DAZ-Zuwachs an der Oberschule

„Sie kommen aus der ganzen Welt“, sagt Oberschul-Direktor Jürgen Köber. „Wir haben Schüler aus Elfenbeinküste, aus Eritrea, Tschetschenien und Syrien“, so Jürgen Köber. Der Unterricht funktioniere gut. Von den 30 DAZ-Schülern sind bereits einige teilintegriert und einige andere besuchen den Regelunterricht, sind also vollintegriert. Erst kürzlich hat die Schule ein paar neue DAZ-Schüler bekommen. „Im Prinzip sind wir aufnahmefähig“, sagt der Direktor. Im Prinzip heißt: Die Schule hat zwar Platzprobleme, kann diese aber lösen. Im vergangenen Jahr hatte der Direktor einen Anbau ins Gespräch gebracht. Nicht etwa, weil die Oberschule zuviele Flüchtlingskinder aufnehmen muss, sondern weil generell viele Eltern ihre Kinder in der Oberschule anmelden.

„Wir stellen zunächst die Außenanlage fertig und wenn das alles steht, befassen wir uns mit diesem Plan“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) zu den Anbauplänen.

Von Dirk Wurzel

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