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Döbeln DAZ-Leser verleihen zum 15. Mal Goldenen Stiefel
Region Döbeln DAZ-Leser verleihen zum 15. Mal Goldenen Stiefel
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13:42 09.09.2015
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Sie bewegte auch am Ende der Preisvergabe zutiefst ihre Zuhörer im Roßweiner Rathaussaal, als sie sich mit einfühlsamen Worten und Tränen in den Augen selbst für einen Goldenen Stiefel bedanken konnte.

"Mir ist erst vor ein paar Tagen richtig bewusst geworden, dass dieser Goldene Stiefel für mich ein ganz besonderer sein wird - weil ich nicht nur als Musikerin auftrete, sondern selbst nominiert bin", sagte Josephine Hoffmann. Schon seit zehn Jahren spielt sie mit anderen Musikschülern bei der festlichen Veranstaltung, um dieser den künstlerischen i-Punkt aufzusetzen. Nun erhielt sie selbst die Trophäe in der Kategorie Jugend und ist damit die bislang jüngste Preisträgerin.

Weitere Premieren hatte diese Verleihung des Heimatpreises von Döbelner Allgemeine Zeitung, Kreissparkasse Döbeln und Landratsamt Mittelsachsen zu bieten: Sie fand zum ersten Mal in Roßwein statt, mit Björn Steigert war der Geschäftsführer der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft dabei und mit Veronika Bellmann (CDU) hielt eine Bundestagsabgeordnete eine Laudatio. Zunächst einmal verteilte die Eppendorferin aber Lob an die Stifter und Veranstalter: "Es ist nicht selbstverständlich, dass solch ein Heimatpreis in sechs verschiedenen Kategorien schon seit 15 Jahren vergeben wird."

In dieser Zeit sind insgesamt 450 Vorschläge für Kandidaten bei der DAZ eingegangen. Zwar beteiligen sich auch Stadt- und Gemeindeverwaltungen, der Kreissportbund, Kammern und andere Institutionen mit Vorschlägen. "Die große Masse der Nominierungen kommt aber direkt aus unserer Leserschaft. Das macht diesen Preis so besonders und verdeutlicht seinen hohen Stellenwert", erklärte der Regionalverlagsleiter der DAZ, Jan Simon. An die Nominierten im Saal gerichtet sagte er: "Jeder, der vorgeschlagen wurde, verdient einen Stiefel aus purem Gold."

Die Laudatoren trugen mit ihren kurzweiligen und humorvollen Vorträgen und kleinen Geschichten dazu bei, dass es eine außergewöhnliche Preisvergabe wurde. So erfuhren die Gäste beispielsweise von Klaus Behrendt, das Gottfried Steuer (Preisträger Kategorie Kunst und Kultur) nicht nur ein engagierter Musiker, sondern auch ein begnadeter Marmeladenkocher ist. Roßweins Bürgermeister Veit Lindner verriet den Spitznamen von Jens Funke (Preisträger Kategorie Sport): "Scharping" - weil eine gewisse Ähnlichkeit besteht. Und Heiner Stephan (Preisträger Geschichte) wusste selbst zu unterhalten, als er im Zusammenhang mit einer verflixten Kloster Bucher Mauer aus dem 13. Jahrhundert folgenden Architekten-Spruch zum Besten gab: "Der Statik zum Trotz, hält der Rotz."

Alles in allem eine unverkrampfte und doch feierliche Stiefelverleihung mit viel Tiefgang und sechs würdigen Preisträgern, bei der es der erste Beigeordnete des Landrates, Lothar Beier, am Ende auf den Punkt brachte: "Ich bin sehr stolz darauf, dass es Menschen wie sie unter uns gibt."

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 05.09.2015

Olaf Büchel

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