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DAZ Spezial: Spitzstein-Drachenbootcup 2013

DAZ Spezial: Spitzstein-Drachenbootcup 2013

Die Echten: Uns gibt es erst seit diesem Jahr, weil Hochwasser im Juni war. Die Feuerengel: Mit dem Sieg im Open war es nix, deshalb versuchen es jetzt im Mixed.

 

Seite 14

Montag, 30. September 2013

 

 

 

Pulsitzer Sportfüchse: Bube, Dame, König, Ass - heut machen wir Euch alle nass!

Die Mittellosen (Schrebitzer Hopfensaftschmuggler): Ohne Moos nix los, die Schrebitzer paddeln trotzdem los!

Flotte Diakonissen: Unser Mut ist ungebrochen, wir bringen die Mulde heut zum Kochen!

DAZ-Enten: Grün ist die Hoffnung, Blau ist der Sieg!

Die Spritzenluder-Pioniere: Die Spritzenluder in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!

Marktkauf Döbeln: Das Dirndl juckt, die Hose kracht, der Sieg wird heute klar gemacht!

Pietsch-Zwerge: Heiho, Heiho, wir paddeln auf dem Klo!

Die Echten: Uns gibt es erst seit diesem Jahr, weil Hochwasser im Juni war. Mit starken Mädels auf der Bank zieht schon der Gegner beim Anblick blank!

Team Dauerwelle: Wer schlägt die Powerwelle - Team Dauerwelle!

Die Gentlemans: Wir sind die Gentlemen, wir gewinnen jedes Rennen!

Spaltaner Ahu: Spaltaner Ahu, Spalter Ahu, Spaltaner Ahu!

Die Feuerengel: Mit dem Sieg im Open war es nix, deshalb versuchen es jetzt im Mixed. Mit Frauenpower im Boot werdet Ihr sehen, wie wir am Ende auf dem Treppchen stehen!

Schnelle Welle: Wir sind die schnelle Welle, drum sind wir hier zur Stelle. Wir pflügen durch den Fluss, vom Anfang bis zum Schluss!

Hofmanns Zwerge: Hofmanns Zwerge versetzen Berge!

Udos Hammelherde: Die Hammelherde siegt jetzt gleich, sonst wird sie morgen Hammelfleisch. Und übermorgen Döner, das wäre ja noch schöner!

Team Anni: Wir sagen, wir sind Gardi's Gartencrew und erledigen Euch im Nu!

 

 

 

In Zeiten allgemeiner Preiserhöhung gab es Sonnabendfrüh gleich die erste angenehme Überraschung: Denn die Parkplatzgebühr für die Muldewiese am Spitzstein betrug wie in den Vorjahren auch schon nur einen Euro. "Das muss unbedingt in der Zeitung stehen", sagten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großweitzschen, die sich alle Jahre wieder um das Einweisen der Fahrzeuge kümmern.

Liebe zum Detail bewiesen die Spritzenluder-Pioniere: Jedes Mitglied um Volkspolizist Matthias Kuroczka und Pionierleiterin Birgit Wüstner-Schulz hatte einen Mitgliedsausweis für Spritzenluder-Pioniere. Im Team waren natürlich nur Ossis, auch bei der Auswahl der Getränke wurde in der Pionierrepublik an der Mulde auf ausschließlich ostdeutsche Produkte gesetzt: Es gab Rotkäppchen-Sekt und mecklenburgisches Bier. Zur Teamausstattung gehören ein originaler Trabant Cabrio, den der Gatte von Oberärztin Dr. Katarina Hälsig wie seinen Augapfel hütet. Dazu Wimpel und originale Relikte aus der Station Junger Touristen "Georg Schumann" im Töpelwinkel.

Für langweilige Minuten (die es ja beim Drachenbootcup eigentlich nicht gibt) hatten der Sonnenstrahl e.V. Gleisberg und die Filzwerkstatt Machelatt aus Nossen für Abhilfe gesorgt: Direkt neben dem Eingang zum Festzelt konnten Windlichter gebastelt werden, man durfte filzen und töpfern. Silvana Butzlaff, Simone Petzsch und die netten Kolleginnen zeigten wie es geht. Kindergesichter bekamen am Schminktisch lustige Motive verpasst. Und Fortuna konnte bei der Tombola auf die Probe gestellt werden. Hauptpreis: Eine HiFi-Anlage im Mini-Format.

"Der Drachenbootcup ist wieder wunderschön", sagte Udo von Udos Hammelherde mit einem Augenzwinkern, "nur das Paddeln stört. Jedes Mal, wenn wir uns gerade zum Frühstücken hingesetzt haben, müssen wir wieder aufs Wasser...

In die Statistik des Drachenbootrennens aufgenommen wird im kommenden Jahr wahrscheinlich ein neuer Punkt: Die Wassertemperatur. Dann, so Moderator Thorsten Hajek, seien die Drachenboot-Organisatoren besser als die Formel 1 aufgestellt. Was dort die Angaben zu den Reifen sind, ist beim Cup die Wassertemperatur. Am Steg eins hing am Sonnabend ein Thermometer in der Mulde, das stündlich abgelesen wurde. 12.30 Uhr betrug die Temperatur beispielsweise 11,97 Grad Celsius.

Damit sie beim Cup auch definitiv nicht vom Fleisch fallen, hatten sich die Männer des Teams Spaltaner Ahu ihren eigenen Smutje mitgebracht. André Bercenzi, von Beruf eigentlich Bäcker, kümmerte sich um die Mittagsversorgung. Diesmal gab es Spirelli mit Gulasch. Der Koch war nicht nur an seiner Mütze gut zu erkennen: Auf seinem nackten Rücken stand außerdem in großen Buchstaben "Hunger?". Fürs Paddeln hatte er da natürlich keine Zeit. Der Team-Name Spaltaner kommt übrigens vom Namen der Spalterklause in Riesa, in der sich die Fußballfans aus Döbeln und Riesa treffen, wenn sie nicht gerade in Westewitz die Mulde umpflügen.

Alles regelgerecht: Weil im Team der Pulsitzer Sportfüchse gleich doppelter Nachwuchs erwartet wird, war Paddlerin Kathrin Hessel in diesem Jahr nicht mit an Bord des schnellen Kahns, der auf Platz vier einkam. Das Team der DAZ-Enten konnte hingegen auf keinen seiner erfolgreichen Paddelschwinger verzichten, deshalb lief das Geflügel-Boot Dank Ulrike Schade diesmal mit 16-ein-Viertel Paddlern bis auf Rang fünf.

Keine schlechte Bahn: Wenn auch das Juni-Hochwasser für jede Menge Schäden und Verluste gesorgt hat, eine Begleiterscheinung der Flut dürfte kein Spitzstein-Drachenboot-Paddler bedauern: Während in der Vergangenheit immer mal wieder über die Vor- oder Nachteile der berühmt-berüchtigten Bahn 3 gemunkelt wurde, kann das in diesem Jahr kein Argument für Sieg oder Niederlage mehr sein. Alle Verlandungen, die es früher im Flussbett der Mulde gegeben haben mag, sind durch das jüngste Hochwasser beseitigt worden.

Eine große mobile Überraschung hatten die Feuerengel der Döbelner Feuerwehr für den 14. Drachenboot vorbereitet. Doch die Flut stoppte die Endphase der Vorbereitungen. Zumindest konnten die zusammengeschweißten Bauteile gerettet werden. Lediglich die Sitzkissen fürs Drachenboot büßten die Feuerengel ein. Zum nächsten Drachenbootcup 2014 ist also Großes von ihnen zu erwarten.

BÄRtram hieß das Maskottchen des 14. Drachenbootcups. Ralf Schmidt hatte im Januar eine Wette in einer Bierrunde verloren und musste den ganzen Tag im Bärenkostüm auf der Hafenmeile flanieren. Schwer fiel ihm das aber nicht. Er hatte ein warmes Fell bei dem herbstlichem Wetter und er ist der einzige Bär, der sich mit Eierlikör statt Honig ernährt. Der selbstgemachte Likör stammt aus einer Silberhochzeitswette bei den Pulsitzer Sportfüchsen.

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