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DSC kickt Plauen aus dem Pokal

DSC kickt Plauen aus dem Pokal

Ja, es gab die nicht unbedingt erwartete Pokal-Sensation: Nach zuletzt zwei 3:1-Siegen gegen Kamenz und Radebeul in der Sachsenliga gewannen die Döbelner am Sonnabend mit 2:1 gegen den Regionalligisten VFC Plauen und stehen somit im Viertelfinale.

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Bildunterschrift

Döbeln . Strahlender Sonnenschein, 17 Grad Celsius, 553 Zuschauer - die Rahmenbedingungen für das Achtelfinale des Döbelner SC gegen den VFC Plauen waren nahezu perfekt. Und dank einer tollen Mannschaftsleistung und eines großartig aufgelegten DSC-Keepers Torsten Jentzsch war für den Zuschauer nicht erkennbar, welche der beiden Mannschaften zwei Ligen höher spielt. Allerdings haben die Döbelner den Sieg erneut bitter bezahlen müssen. Martin Schwibs verletzte sich bei einem rüden Einsteigen von hinten an der Schulter. Wie schwer die Verletzung ist und wie lange er ausfällt, wird erst in den nächsten Tagen bekannt.

Die Döbelner agierten wie erwartet: Aus einer kompakten Defensive wollten sie mit vereinzelten Nadelstichen für Torgefahr sorgen. Trainer Axel Frank hatte schon vor dem Spiel gesagt: "Je länger es 0:0 steht, umso besser ist es für uns." Torsten Jentzsch blieb nach neun Minuten Sieger gegen Miloslav Kousal, parierte eine Eingabe von Marc-Philipp Zimmermann (12.) und fischte eine hohe Flanke von Falk Schindler souverän herunter. Über das gesamte Spiel strahlte er die nötige Ruhe und Sicherheit aus.

"Sein bestes Spiel"

Nach 18 Minuten hatten die Gastgeber ihre erste richtige Chance. David Banachowicz scheiterte am Keeper, den Nachschuss setzte Ronny Singer knapp neben das Tor. Wenige Minuten später stand erneut Döbelns Schlussmann im Mittelpunkt. Einen strammen Schuss aus knapp zwanzig Metern kratzte er aus dem Winkel und klärte zur Ecke. Bei dieser Standardsituation bekamen die Muldestädter den Ball nicht aus dem Strafraum und Marc-Philipp Zimmermann staubte zum 0:1 ab.

In der Halbzeitpause wurden die Döbelner durch Staffelleiter Volkmar Baier noch zur fairsten Bezirksligatruppe und gleichzeitig Marcus Gensel zum Torschützenkönig der vergangenen Saison ausgezeichnet. Viele im Stadion vermuteten, dass Plauen nach dem Seitenwechsel den Druck erhöht, um eine Vorentscheidung zu erzielen. Doch es kam völlig anders. Patrick Hußner scheiterte in der 47. Minute zweimal am gut parierenden Keeper Oliver Birnbaum, doch Ronny Singer setzte nach und staubte energisch zum umjubelten Ausgleich ab. Der Jubel war kaum verhallt, da jubelten Döbelns Anhänger abermals. Eine Bilderbuch-Flanke von Patrick Peschel köpfte Martin Schwibs ebenso lehrbuchreif gegen die Laufrichtung von Schlussmann Birnbaum. Nun kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Anschließend wechselte Plauens Trainer Dirk Berger mit Tony Schmidt und Martin Hoßmang zwei weitere Offensivakteure ein, um die Blamage abzuwenden. Doch auch der DSC hatte weitere Chancen. Birnbaum war einen Tick vor Martin Schwibs am Ball, als erneut Patrick Peschel eine gute Eingabe in den Strafraum schlug (64.). Danach wurde es eine reine Abwehrschlacht für den Landesligaaufsteiger, nur Konter schafften Entlastung. Die gesamte Defensive stand sicher und falls doch ein Ball oder Gegner nicht zu stoppen war, gab es einen, der sich kein zweites Mal den Ball ins Netz schießen ließ: Torsten Jentzsch. Energisch und abgeklärt nahm er reihenweise den Plauenern Stürmern die Bälle vom Fuß und erntete dafür den verdienten Applaus.

"Es war eines seiner besten, wenn nicht sogar das beste Spiel, das ich von ihm je gesehen habe. Er hatte unheimlich viele Bälle zu bearbeiten, die aus den unterschiedlichsten Richtungen kamen. Egal ob Flanken, Kopfbälle und Distanzschüsse. Er hat alles weggenommen. Auch das Mitspielen hinter der Abwehr als Art Libero machte er hervorragend", so Döbelns Torwarttrainer Rene Müller. "Es hat sich zudem wieder gezeigt, dass Geschlossenheit, kämpferischer Einsatz und Zusammenhalt in der Mannschaft zu guten spielerischen Szenen und Toren führen. Das hat aus meiner Sicht mehr Bedeutung, als vermeintlich besser ausgebildete Fußballer, die woanders nur des Geldes wegen spielen," so Müller über die gesamte Mannschaft.

In der Schlussphase wurde es nochmals hektisch, viele kleine Fouls unterbanden den Spielfluss. Doch Schiedsrichterin Daniela Illing und ihre beiden Assistenten Karsten Lößnitz und Torsten Junghof leiteten die Partie von der ersten Minute an souverän. Wer am 21. November (Buß- und Bettag) Gegner des DSC ist, wird erst Ende Oktober ausgelost, da noch nicht alle Achtelfinalpartien gespielt wurden und es sogar zwei Nachholspiele aus der dritten Runde gibt.

 

Döbelner SC: Jentzsch, Peschel, Seidel, Polefka (87. Zerge), Heyna, Schwibs (82. Lißner), Bunzel, Banachowicz, Becker, Hußner, Singer.

VFC Plauen: Birnbaum, Wolf, Rupf (78. Sajbidor), K. Zimmermann, Schindler, Landgraf, Recklet, Thönelt, M. Zimmermann, Knoll (56. Schmidt), Kousal (56. Hoßmang).

Tore: 0:1 M. Zimmermann (25.), 1:1 Singer (47.), 2:1 Schwibs (51.).

SR: Daniela Illing (L.-Oberfrohna). Zuschauer: 553.

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