Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Dank an die, die Spuren hinterlassen
Region Döbeln Dank an die, die Spuren hinterlassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 11.01.2019
Birgit Saupe (l.), Heinz Günter Winterlich (2.v.l.) sowie seine Frau Gabriele (M.) durften sich gestern ins Goldene Buch der Stadt Roßwein eintragen. Angelika Schmidt wurde in Abwesenheit ausgezeichnet. Quelle: Foto: ME
Rosswein

Die Menschen zu ehren, die Spuren in der Stadt hinterlassen haben, ist seit Jahren Tradition im Rahmen des Roßweiner Neujahrsempfangs. Am Freitagabend stand das Wort „Auszeichnung“ gleich dreimal im Programmheft zu der Veranstaltung im Roßweiner Rathaussaal, bei der Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) – erstmals begleitet von Klängen des Roßweiner Posaunenchores – nicht nur die Gelegenheit nutzte, das zurückliegende Jahr Revue passieren zu lassen und sich bei allen Mitgestaltern für ihr Engagement zu bedanken, sondern Vertreter aus allen Bereichen des städtischen Lebens auch die Gelegenheit haben, bei Speis und Trank miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen.

Konsequent vernetzt und ins Augenmerk der Roßweiner gerückt hat die Frau ihre Schule, die gestern Abend als Erste die Ehrenmedaille der Stadt Roßwein in Empfang nehmen durfte. Eine zu Tränen gerührte und komplett überraschte Birgit Saupe. Die langjährige Leiterin der Albert-Schweitzer-Förderschule hatte keine Ahnung, dass sie an diesem Abend mit einer Laudatio und jeder Menge Aufmerksamkeit geehrt werden würde. „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“ Mit diesem Zitat von Albert Schweitzer eröffnete die neue Schulleiterin Andrea Gründel die Laudatio auf ihre frühere Chefin, die bis Juli vergangenen Jahres die Geschicke der Förderschule leitete – seit 1990 und trotz schwerer Krankheit zwischenzeitlich. „Du hast unsere Schule aufgebaut, dank Dir sind wir ein echtes Team geworden.“ Birgit Saupe sorgte dafür, dass die Schule in der Stadt ein Gesicht bekam, heute hervorragend vernetzt ist und beispielsweise zahlreiche Kooperationsvereinbarungen mit Roßweiner Firmen existieren. Die Geehrte nahm die Auszeichnung dankbar an: „Ich betrachte das als Wertschätzung für unser gesamtes Team.“

Auch Gabriele und Heinz-Günter Winterlich sahen die Auszeichnung als eben das: Wertschätzung ihrer jahrzehntelangen Arbeit in und für Roßwein. Die beiden Roßweiner sind mit den Bürgern der Stadt auf eine ganz andere Art verbunden als Birgit Saupe, Spuren hinterlassen haben beide auf jeden Fall ebenso: Seit 35 Jahren steht das Ehepaar im Dienst der Antennengemeinschaft Roßwein – „zu jeder Tag- und Nachtzeit, Sonn- und Feiertags“, wie Laudator Uwe Hachmann betonte, sind sie für alle Probleme und Problemchen der 1850 Roßweiner Antennemitglieder nahezu uneingeschränkt verfügbar.

Eine, die ebenfalls nicht dafür gemacht war, Dienst nach Vorschrift zu erledigen, ist Angelika Schmidt. Die ehemalige Roßweiner Grundschul-Direktorin wurde den Gästen von Klaus Vejrazka vorgestellt als Eine, die „nie Nein sagen, nie still sitzen konnte, die immer mehr tat, als man von ihr erwartete.“ Angelika Schmidt habe „so viele Spuren in der Roßweiner Bildungslandschaft hinterlassen“, weshalb sie – wenn auch gestern in Abwesenheit – als Dritte mit der Roßweiner Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde.

Von Manuela Engelmann-Bunk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Nutzen der Region Döbeln hat die SPD-Europaabgeordnete Constanze Krehl in Brüssel und Straßburg dicke Bretter bohren müssen.

11.01.2019

Seit 104 Jahren lebt Gertrud Bley in Waldheim. Aber alt fühlt sie sich nicht.

11.01.2019

Das hat fast das ganze Dorf unterschrieben. Die Meinsberger wenden sich mit einer Petition an die Stadt. Sie wollen die Kreisstraße sicherer für Fußgänger machen.

11.01.2019