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Döbeln Das Landratsamt Döbeln hat jetzt eigene Koordinaten
Region Döbeln Das Landratsamt Döbeln hat jetzt eigene Koordinaten
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10:10 12.11.2015
Wie genau das Smartphone navigiert, können deren Besitzer jetzt am Landratsamt in Döbeln überprüfen. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Etwa 51 Grad nördliche Breite, rund 13 Grad östliche Länge, zirka 172 Meter über Normal Null: Das sind die Koordinaten des Landratsamtes in Döbeln an der Straße des Friedens. Die Koordinaten sind neuerdings ganz genau bis auf die sechste Stelle nach dem Komma auf einer kleinen Sa

„Es ist eine große Leistung der Vermessung auf der Basis der Satelliten-Daten diesen Messpunkt einzurichten“, sagte Gerold Wagner, Referatsleiter im Sächsischen Innenministerium, das die Aufstellung der Geo-Referenzpunkte fördert. „Als wir einen solchen in Dresden aufgestellt haben, hatten wir großen Zulauf“, sagte Ria Liebscher vom Sächsischen Vermessungs-Staatsbetrieb GeoSN. „In Dresden gibt es nämlich eine große Geo-Cache-Gemeinde.“ Geocache – das ist eine Art Schnitzeljagd, deren Teilnehmer versteckte „Schätze“ aufspüren. Und zwar anhand ihrer Koordinaten, die auf einschlägigen Internetseiten hinterlegt sind. Auch in Döbeln gibt es viele solcher Entdeckungstouren, die meist auch einen regionalen Bezug haben.

Ein Cache, meist eine kleine Filmdose, wird mit einem kleinen Inhalt und einem Logbuch versehen und irgendwo versteckt. Im Internet auf den Geocaching-Seiten gibt es Tipps und die Koordinaten des Schatzes, meist auch eine kleine Bewertung des Schwierigkeitsgrades. Wer in der Nähe lebt, auf Sonntagsausflug oder im Urlaub ist, beginnt mit seinem GPS-Gerät oder einem GPS-fähigen Handy den Schatz zu suchen. Er trägt sich danach wie ein Bergsteiger im Gipfelbuch im Logbuch des Caches ein und versteckt ihn wieder sorgfältig an seinem Fundort für den nächsten. Die touristische Komponente des Geo-Referenzpunktes findet auch Mittelsachsens Ex-Vizelandrat Dr. Manfred Graetz als Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland. „Also die Standortbestimmung meines Handys ist auf fünf Meter genau. Bei der Höhe beträgt die Differenz 13 Meter“, sagte Ria Liebscher, als sie gestern ihr eigenes Smartphone am Geo-Referenzpunkt abgeglichen hat.

Der Punkt ist natürlich wesentlich genauer einjustiert. Dabei verwendeten die Mitarbeiter der Unteren Vermessungsbehörde richtig teure Technik zur Satellitenortung, sogenannte GPS-Geräte. Die gibt es auch in jedem Mobiltelefon und Autonavigationsgerät, nur eben in der preiswerteren und damit ungenaueren Variante. Auch Bezugspunkte auf der Erde nutzten die Vermessungspezialisten, um den Standort genau zu bestimmen. Der Staatsbetrieb GeoSN trug den Referenzpunkt schließlich auf seinen Karten ein, vermarkte ihn.

„Dieser Punkt ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche frei zugänglich“, sagt Cornelia Kluge.

Von Dirk Wurzel

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