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Döbeln Das Waldheimer Rathaus verabschiedet Marion Natzschka in den Ruhestand
Region Döbeln Das Waldheimer Rathaus verabschiedet Marion Natzschka in den Ruhestand
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15:47 28.02.2018
Blumen zum Abschied: Marion Natzschka (vorne links) wird von ihren Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Seit 1991 war Marion Natzschka im Waldheimer Rathaus beschäftigt und dort im Bauamt mit für die positive Entwicklung der Perle des Zschopautales verantwortlich. Am Mittwoch beginnt mit dem Ruhestand das nächste Kapitel im Leben der 63-Jährigen.

Zeit für ein schönes Buch

Mal Zeit für ein schönes Buch haben, sich dem eigenen Garten widmen, Wandern und Radfahren – darauf freut sich Natzschka nun am meisten. „Und natürlich darauf, meine kleine Enkeltochter zu betreuen, wenn meine Tochter wieder arbeiten geht. Außerdem habe ich jetzt wieder mehr Zeit für den Volkschor. Langweilig wird mir glaube ich nicht“, sagt Natzschka und lacht. Trotzdem räumt sie ihren Schreibtisch mit gemischten Gefühlen. „Ich hatte immer einen guten Draht zu allen“, sagt Natzschka. „Wir haben immer gut miteinander gearbeitet und konnten uns aufeinander verlassen.“

Turbulente Zeiten

Nach Waldheim führte die gebürtige Leipzigerin die Liebe, ins Rathaus das Verlangen nach beruflicher Veränderung. Die Verwaltung lockte mit Sicherheit, als zu Wendezeiten die Auftragsbücher der Harthaer Textilwerke immer dünner wurden. Dort war Natzschka vor ihrer Zeit im Waldheimer Bauamt in der Bauabteilung tätig.

„Es war nach der Wende eine sehr turbulente Zeit. Auf uns kamen neue Vorschriften zu und wir mussten neue Satzungen beschließen lassen.“ Natzschkas erste Aufgabe: die Sanierung der Heiste in der Niederstadt. „Das war eine ganz schöne Herausforderung, die wir aber gut gemeistert haben.“ Später betreute sie als Sachgebietsleiterin die Stadtsanierung – „eine sehr schöne Aufgabe, weil es immer wieder Highlights gab. Das lässt die viele Arbeit und auch Hektik vergessen.“ Später zeichnete sie für die kommunalen Bauvorhaben verantwortlich. „Schulen, Kindergärten, Jugendtreff und Sportplatz – alles, was die Kommune als Eigentum hat und auch instand halten muss“, fasst Natzschka zusammen. „Wenn man sieht, wie sich die Bedingungen verbessert haben, freut mich das nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Kinder.“ Einst kaputte Dächer sind repariert, Fassaden poliert und Sanitäreinrichtungen erneuert worden – auch, wenn die Planung nicht immer einfach war und Fördermitteltöpfe sich nicht immer beim ersten Versuch öffneten. „Die Mühe hat sich gelohnt und darauf kann man stolz sein“, findet die 63-Jährige aus heuteiger Sicht. Waldheim habe sich gut gemacht „und das höre ich von vielen Seiten so.“

Mehr von der Welt sehen

Natzschka fühlt sich wohl an der Zschopau: „Die Großstadt ist zwar schön, aber in Waldheim lebt es sich einfacher. Es ist vertrauter, man kennt sehr viele Leute und der Marktbereich lebt – da kann man sich gerne aufhalten, ins Café oder einkaufen gehen.“ Trotzdem möchte sie ihre Zeit nun dafür nutzen, noch etwas mehr von der Welt zu sehen. Die nächste Reise ist bereits geplant. Im Herbst soll es ins Baltikum gehen.

Von André Pitz

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