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Döbeln Das ändert sich für die Döbelner im neuen Jahr
Region Döbeln Das ändert sich für die Döbelner im neuen Jahr
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22:12 02.01.2013

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Die Steigerung beträgt also 37,5 beziehungsweise 81,25 Prozent und fällt damit sehr hoch aus. Der Kreistag Mittelsachsen hatte im Oktober des Vorjahres mehrheitlich einer Erhöhung des Elternanteils an der Schülerbeförderung zugestimmt. Der Zweckverband des Verkehrsverbundes Mittelsachsen fasste den Beschluss dazu im November. Als Gründe werden vor allem gestiegene Lohn- und Kraftstoffkosten genannt.

Im Landkreis Mittelsachsen wird weiter am einheitlichen Abfallentsorgungssystem gearbeitet. Geplant ist in dem Zusammenhang, bis Jahresende die letzten im Altkreis Döbeln noch vorhandenen Papier- und Pappe-Container von öffentlichen Wertstoffplätzen zu entfernen und überall die Blaue Tonne einzuführen, die es in den Altkreisen Freiberg und Mittweida bereits gibt. Flächendeckend werden zudem bis Ende des Jahres Wertstoffhöfe im Landkreis eingerichtet, wo künftig eigenständig und kostenfrei Sperrmüll abgeliefert werden kann. Vorbereitet wird für alle Kommunen die Einführung der Gelben Tonne und die Sperrmüll-Entsorgung per Kartenabruf-System. Das soll ab 2014 greifen.

Für die Betreuung der Arbeitslosen und Arbeit Suchenden im Landkreis gibt es zwei Veränderungen. Erstens: Es existiert jetzt eine Arbeitsagentur Mittelsachsen mit den Geschäftsstellen Döbeln, Hainichen, Flöha, Freiberg und Rochlitz. Döbeln gehörte bislang zur Agentur Oschatz, die anderen Dienststellen zur Agentur Chemnitz. Der vorübergehende Hauptsitz des neuen mittelsächsischen Arbeitsamtes soll in Hainichen sein, bis in Freiberg eine passende Immobilie gefunden ist. Zweitens: Für Langzeitarbeitslose ist das Jobcenter Mittelsachsen zuständig - jetzt eine gemeinsame Behörde von Arbeitsagentur und Landkreis. Die Döbelner Dienststellen beider Einrichtungen bleiben im Bürogebäude in der Burgstraße 34, mit leicht veränderten Öffnungszeiten.

Obwohl das Polizeirevier Döbeln zum Jahresbeginn vom Direktionsbereich Westsachsen in den Direktionsbereich Chemnitz gewechselt ist und damit der gesamte Landkreis Mittelsachsen zu diesem Bereich gehört, soll der Bürger davon nichts spüren. So zumindest das Versprechen des Innenministeriums. Der Sitz des Polizeireviers bleibt in der Döbelner Burgstraße. Die Polizeiposten heißen jetzt Polizeistandorte. Diese sind mit Bürgerpolizisten besetzt und befinden sich im Altkreis Döbeln nach wie vor in Hartha, Leisnig, Ostrau, Roßwein und Waldheim. Die Zahl der Bürgerpolizisten soll sich im gesamten Direktionsbereich Chemnitz von derzeit 42 in den nächsten Jahren auf 98 erhöhen. Unklar ist noch, ob die Standorte der Region davon profitieren werden.

Zum Jahresstart wurde das Amtsgericht Hainichen aufgelöst und als Zweigstelle an das Döbelner Amtsgericht angegliedert. Der Direktor ist Lutz Hasselmann, der bislang das Hainichener Gericht leitete. Am Hauptsitz Döbeln werden nur noch Straf- und Bußgeldverfahren verhandelt, in der Zweigstelle Hainichen sämtliche Zivil- und Mahnsachen. Alle höher frequentierten Geschäftsbereiche, wie Familiengericht, Betreuungsrecht, Nachlassgericht und Geldstellen, bleiben an beiden Standorten bestehen. Beratungshilfeanträge werden in Döbeln angenommen, aber nur noch in Hainichen entschieden. Das Grundbuchamt soll in einen geplanten Neubau am Döbelner Gericht kommen, übergangsweise zieht es im März ins ehemalige Kasernengebäude an der Bahnhofstraße.

Ab sofort brauchen Patienten bei einem Arztbesuch keine Praxisgebühr mehr zu bezahlen. Seit 2004 mussten die Versicherten von gesetzlichen Krankenkassen einmal im Quartal zehn Euro berappen, wenn sie sich behandeln ließen - ob beim Haus- oder Zahnarzt oder beim Notdienst. Das hat bis Ende des vergangenen Jahres insgesamt rund 20 Milliarden Euro in die Kassen der Krankenkassen gespült. Patienten können nun auch wieder direkt zum Facharzt gehen. Bis Jahresende war dafür eine Überweisung vom Hausarzt notwendig oder es waren erneut zehn Euro fällig. Gesundheitsökonomen nehmen an, dass mit dem Wegfall der Praxisgebühr die Hemmschwelle für Arztbesuche sinkt und so rund zehn Prozent mehr Patienten in den Praxen sitzen werden.

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