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Döbeln Das erste Auenhof-Brot kommt gut bei den Gästen an
Region Döbeln Das erste Auenhof-Brot kommt gut bei den Gästen an
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18:57 07.10.2018
Neue Produkte wie das Brot, Weizenmehl und Bio-Weizen sowie Saft aus Knollensellerie, Möhren und Äpfeln präsentieren Carola Weber (l.) und Ruth Peter. Quelle: Gerhard Dörner
Ostrau

Achtzig Gemüsesorten auf fünfundfünfzig Hektar Anbaufläche – in Zeiten der Monokulturen klingen solche Zahlen mehr als ungewöhnlich. „ Wir sind total vielfältig und möchten das auch erhalten. Wir gehen gegen den Trend“, erklärt Katrin Leipacher (46). Zusammen mit ihrem Mann Oliver (48) ist sie Inhaberin des Auenhofes zwischen Lützschera und Wutzschwitz - Sachsens größter Biogärtnerei. Am Sonnabend haben sie auch in diesem Jahr wieder zum Hoffest eingeladen.

Produkte aus und für die Region

Neben wenig bekannten Gemüsesorten wie Kulturlöwenzahn oder Postelein – eine Art Salat – gibt es am Sonnabend auch etwas Neues zu bestaunen. „Wir versuchen zum ersten Mal, unsere Produkte zu veredeln“, sagt Katrin Leipacher. So kann man bereits seit einigen Monaten Mehl und Gemüsesäfte aus dem Auenhof kaufen. Zum ersten Mal allerdings können die Gäste des Hoffestes ein weiteres Produkt probieren: Das Auenhofbrot. Ein Roggen-Weizen-Mischbrot, das bei den Gästen gut ankommt. Getreide aus eigenem Anbau wurde dafür in der Mühle Miltitz zu Mehl verarbeitet. Gebacken wurde das Brot schließlich von der Traditionsbäckerei Fischer in Dahlen, ebenfalls einem Bio-Landbetrieb. „Es ist unser Anspruch, dass die Produkte in der Region bleiben“, sagt Katrin Leipacher zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen in der Umgebung.

Gartenbau in Japan

Doch der Auenhof hat an diesem Tag mehr zu bieten als nur die eigenen Produkte. So referiert zum Beispiel Professor Fritz Schröder von der HTW Dresden über Gartenbau in Japan. Ein zweiter Vortrag informiert unter dem Titel „Terra Breta“ (Verbrannte Erde) über die Düngung mit Holzkohle. Wer sich ein Bild von den Anbauflächen des Hofes machen will, kann an einer der Führungen mit Oliver Leipacher teilnehmen. Ein Infostand vermittelt Wissen über die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi). Gäste können sich hier unter anderem mit Remo Nitschmann (38) aus Zschaitz austauschen, der seit anderthalb Jahren an diesem Projekt teilnimmt: „Jedes Mitglied bezahlt einen Betrag X und bekommt je nach Ertrag saisonales und regionales Gemüse.“ Dabei hat sich Nitschmann, Betriebsleiter bei Partzsch Spezialdrähte, bewusst dafür entschieden, einen anderen Lebensstil zu führen: „Mir geht es um regional nachhaltige Produkte.“ Auch Ehefrau Bianca (38) ist vom Auenhof angetan: „Die Einfachheit gefällt mir, es ist halt alles schlicht und nicht übertrieben.“

Viele alternative Ideen

Während die Erwachsenen sich auf vielfältige Art weiterbilden können, ist auch für das Wohl der kleinen Gäste gesorgt, die sich zum Beispiel beim Kinderreiten versuchen. Mit Louisa Leipacher (15) wiederum können die Kinder Gestecke aus Blumen und Kürbissen basteln. Die Tochter der Hofbesitzer hat Spaß an dieser Aufgabe – und freut sich besonders über die guten Besucherzahlen: „Ich schätze, dass knapp 400 Gäste da waren. Mit vielen Alternativen Ideen ist der Tag gut gelungen.“

Das Auenhofbrot wie weitere regionale Bioprodukte gibt es auch über den Webauftritt des Auenhofes: www.biogemuese-sachsen.de

Von Johannes Wolf

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