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Döbeln "Das ist nicht richtig eingetaktet"
Region Döbeln "Das ist nicht richtig eingetaktet"
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21:10 13.04.2014
Der verkaufsoffene Sonntag in der Döbelner Innenstadt lief ziemlich schwerfällig an. Zu Beginn kamen nur wenige Kunden und schauten sich die verschiedenen Angebote an. Zum Ende hin wurde es besser. Quelle: Wolfgang Sens

Für den verkaufsoffenen Sonntag warb jeder Händler für sich selbst. Zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Facebook. So wies zum Beispiel Intersport Schmidt auf dem Döbelner Obermarkt auf die Gelegenheit zum sonntäglich Einkauf hin. Im Stadtwerbering war im Vorfeld nicht zu erfahren, wie viele Geschäfte der Innenstadt am gestrigen Sonntag eigentlich geöffnet sein sollten. "Eigentlich war dieser Sonntag für die Geschäfte im Gewerbegebiet gedacht", sagt Klaus Hajek, den Stadtwerbering-Chef Wolfgang Müller der DAZ als Ansprechpartner für den verkaufsoffenen Sonntag empfahl. Wolfgang Müller selbst sagte, dass es der Stadtwerbering den Händlern überlassen hatte, ihre Läden am gestrigen Sonntag zu öffnen oder nicht. Per Rundschreiben seien diese darüber informiert worden, sagt Klaus Hajek. Jedoch erst eine Woche vorher. "Das ist nicht richtig eingetaktet worden", sagt er. Der nächste verkaufsoffene Sonntag - diesen hat Klaus Hajek zum Stadtfest 22. Juni beantragt und genehmigt bekommen - wird der Stadtwerbering besser bewerben und vorbereiten, verspricht Klaus Hajek.

Der Sonntag der offenen Geschäfte im Frühjahr ist eher der Wunsch von Baumärkten und Möbelhäusern, weil Themen wie Frühjahrsbepflanzungen oder die Herbstfurche in den Grundstücken dabei eine große Rolle spielen. Innenstadthändler favorisieren dagegen verkaufsoffene Sonntage in der Vorweihnachtszeit.

Ob die Aktion nun abgestimmt war oder nicht, das interessierte Manuel (10) überhaupt nicht. Er war mit seinen Eltern und seinen Geschwistern in der Döbelner Innenstadt unterwegs. Schlendern war angesagt. Für den Jungen, der großer Fußballfan ist, sehr lohnenswert. "Ich habe einen neuen Ball bekommen. Den habe ich mir schon lange gewünscht", sagt er und versuchte die weiß-schwarze Murmel zu jonglieren. Madeleine Fischer hingegen erwarb eine neue Hose im City-Kaufhaus. "Wenn jetzt der Frühling schon da ist, brauche ich noch eine farblich passende Hose", sagte die 32-Jährige. Ihr Freund verdrehte ein wenig die Augen. Ihm passte die sonntägliche Shoppingtour scheinbar nicht so richtig ins Konzept.

Apropos Konzept: An dem müssen die Döbelner Innenstadthändler beim nächsten "außergewöhnlichen Shopping-Sonntag" noch feilen. Dann könnte dieser wirklich zum Erfolg werde, war sich auch Holger Schmidt, Intersport-Schmidt sicher, der trotz der fast ausgebliebenen Werbung ganz zufrieden mit dem Kundenzulauf war. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag", sagte Sebastian Lormis vom Base-Shop Döbeln. Die Werbung über die sozialen Medien habe Früchte getragen. Richtig gebrummt hat das Geschäft im Eiscafe Venezia. Dort mussten die Innenstadtbesucher Schlange stehen, um Eis zu kaufen. Die Tische waren alle besetzt. "Ich bin froh, dass das Eiscafe wieder offen ist", sagte Anka Neumann, die ihr Eis sichtlich genoss. Erstaunt, dass an einem Sonntag im April überhaupt Geschäfte in Döbeln geöffnet sind, war Gerd Findeisen. Er verbrachte seine Kindheit in Döbeln, wohnt mittlerweile bei Bochum und wollte seiner Frau die Stadt mal zeigen. "Der Osten erstaunt mich immer wieder", so seine Aussage.

heiko Stets

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