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Döbeln Defekte Weiche in Naunhof lässt Prozess im Amtsgericht Döbeln platzen
Region Döbeln Defekte Weiche in Naunhof lässt Prozess im Amtsgericht Döbeln platzen
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Eine defekte Weiche in Naunhof hat am Dienstag den Zugverkehr bis nach Döbeln ausgebremst. Die Folgen reichten bis in Amtsgericht Döbeln. Quelle: dpa
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Döbeln/Leipzig

Seit September vergangenen Jahres versucht Strafrichterin Marion Zöllner einer afrikanischen Asylbewerberin im Amtsgericht Döbeln den Prozess zu machen. Bis jetzt ist sie damit keinen Schritt vorangekommen. Es geht um gefährliche Körperverletzung, wie am Sitzungsaushang zu lesen ist. Tatort soll eine Asylunterkunft in Waldheim sein. Zu zwei Gerichtsterminen erschien die Angeklagte nicht. Am Dienstag waren schließlich alle da – bis auf den Dolmetscher. „Er hat gerade angerufen, dass er bei Naunhof festsitzt. Der Zug steht“, sagte Richterin Zöllner.

Warten im Döbelner Bahnhof

Im kalten Döbelner Hauptbahnhof hatten zwei Damen Zuflucht im Reisezentrum bei Hannelore John gesucht. „Wir wollen eigentlich nach Leipzig“, sagten sie verärgert. Hannelore John konnte den beiden wenigstens mit Informationen weiterhelfen: Im Stellwerk Naunhof gebe es wohl Probleme. Darum steht der Zug aus Richtung Leipzig. Der muss erstmal nach Döbeln kommen, um dann auf der Rückfahrt die Passagiere von Döbeln mitzunehmen. Die beiden Damen im Reisezentrum gehörten zu einer Handvoll Wartender, die am Dienstag gegen halb zehn von Döbeln wegwollten, aber nicht konnten.

Störung bei Naunhof

„Wir haben in Naunhof eine Weichenstörung“, sagt Holger Auferkamp, Sprecher der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Gegen 9.40 Uhr sei der Fehler am Dienstag soweit behoben worden, dass der Schienenverkehr im Bereich des Stellwerkes Naunhof wieder eingleisig rollen konnte. Die Deutsche Bahn betreibt das Schienennetz samt der Stellwerke, die Züge lässt die Mitteldeutsche Regiobahn fahren. Ob die Kälte für die Störung verantwortlich war, konnte Bahnsprecher Auferkamp nicht sagen.

Gericht vertagt Prozess

Im Amtsgericht Döbeln blieb die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung im Waldheimer Asylheim (mal wieder) unverhandelt. Die Angeklagte ist des Deutschen kaum mächtig und ihre Landessprache versteht hierzulande auch kaum jemand. Ohne Dolmetscher ist da nichts zu wollen. Also hob Richterin Zöllner den Termin auf, den nächsten Anlauf in dieser Sache wird es wohl im März geben. Dann wird die hochschwangerere Angeklagte außerdem niedergekommen sein. Die Frau lebt mittlerweile in einer anderen Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Mittelsachsen.

Bereits am 28. Januar war Richterin Zöllner ein Prozess geplatzt, bei dem es ebenfalls um die Waldheimer Asylunterkunft ging. Ironie der Geschichte: Auch bei dieser Verhandlung fehlte der Dolmetscher.

Von Dirk Wurzel

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