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Döbeln Denkmalschutz verlangsamt Harthaer Friedhofsarbeiten
Region Döbeln Denkmalschutz verlangsamt Harthaer Friedhofsarbeiten
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15:56 03.03.2016
Quelle: Andreas Doering
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Hartha

Anfang vergangenen Monats ging die Kirchgemeinde Hartha mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit, den Friedhof von altem Geäst zu befreien und mit neuen Bäumen und Sträuchern zu verzieren. Dazu erhoffte sich die Friedhofsverwaltung Unterstützung von sogenannten Baumpaten (die DAZ berichtete). Mittlerweile hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, die Friedhofsmeister Sebastian Markert auf dem Gottesacker unter die Arme greifen will. „Es haben sich acht größtenteils aus Hartha stammende Personen gemeldet – einer sogar aus Waldheim“, verkündet Markert. Ein Großteil der designierten Baumpaten hat sich dazu entschieden, die botanische Frischzellenkur finanziell zu unterstützen. Zwei Paten wollen selbst auf dem Friedhof tätig werden und die ersten zwei Jahre – bis das Gewächs sozusagen auf eigenen Wurzeln stehen kann – die Pflege übernehmen. „Die ganze Kirchengemeinde freut sich sehr über die Resonanz. Ich hätte nicht erwartet, dass sich bis jetzt so viele melden“, freut sich der Friedhofsmeister.

Ob der Plan jedoch aufgeht, liegt nun vor allem in der Hand des Landratsamts. Mitarbeiter des Fachbereichs Denkmalschutz wiesen die Verwaltung zwischenzeitlich darauf hin, dass Harthas Friedhof als Flächendenkmal gelistet ist und Veränderungen nach gewissen Richtlinien erfolgen müssen. Die angedachten Arbeiten liegen damit vorerst auf Eis. Lediglich ein alter Baum wurde gefällt, da der krank und von innen hohl war – eine zu große Gefahr für Friedhofsbesucher. Momentan wird daran gearbeitet, Friedhofsverwaltung und Denkmalschutz an einen Tisch zu bekommen, um Vorstellungen abzugleichen und entsprechende Absprachen zu treffen. Sebastian Markert zeigt sich wenig zuversichtlich, dass das noch bis Ende des Monats passiert und rechnet deswegen damit, erst im Herbst dieses Jahres mit den Arbeiten beginnen zu können. Schon Anfang April könnten die Temperaturen bereits zu hoch sein, um Bäume und Sträucher einzupflanzen. Auch der Umfang der finanziellen Unterstützung der Paten wird dann noch einmal zur Debatte stehen. Sieht der Denkmalschutz zu große Bäume vor, kann der Stückpreis schnell von rund 150 Euro auf gut 800 Euro anwachsen. Das sprengt den angedachten Rahmen.

Von André Pitz

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