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Döbeln Deponie Hohenlauft: Reicht das Löschwasser?
Region Döbeln Deponie Hohenlauft: Reicht das Löschwasser?
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16:14 25.05.2017
Löschwasserbecken in Hohenlauft. Quelle: Olaf Büchel
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Hohenlauft/Niederstriegis

Ist das auf dem Gelände der Deponie Hohenlauft befindliche Löschwasserbecken genug gefüllt? Steht im Ernstfall genug Wasser zur Verfügung? Diese Fragen stellen sich die Niederstriegiser Ortschaftsräte und Michael Hengst aus ihrer Mitte ganz besonders. Denn Ortswehrleiter Hengst ist es, der mit seiner Truppe bei einem Feuer Löschwasser aus dem Becken ziehen müsste. Bei einer jüngsten Ortsbegehung sahen sich die Räte den Zustand des Beckens, das sich im oberen Bereich der Deponie, neben der ehemaligen Kompostieranlage befindet, genauer an.

Der Wasserstand ist ziemlich niedrig und ob von Wasser überhaupt die Rede sein kann? Es gibt eine Sturzleitung von dem Becken, die zu einem Hydranten im unteren Deponiebereich führt. „Wir prüfen den Hydranten in regelmäßigen Abständen. Was da unten ankommt, ist aber eher Jauche“, sagte Michael Hengst.

Ursache könnte ein ungenügender Wasserzulauf sein. Es gibt zwar ein Rohr, das sichtbar in dem Becken mündet. Aber ob darüber wirklich die Entwässerung der benachbarten Hallendächer erfolgt, zweifeln die Ortschaftsräte an. „Wenn das richtig angeschlossen wäre, müsste bei den großen Dachflächen eigentlich mehr Regenwasser zusammenkommen“, vermutete Ortschaftsrat Eugen Kunze.

Gedanken machen sich die Niederstriegiser über den Brandschutz an dieser Stelle vor allem deshalb, weil es so genannte gefährlich Abfälle sind, die seit einer 2015 erfolgten Nutzungsänderung auf dem ehemaligen Kompostierungsareal lagern. Dabei kann es sich um asbesthaltige Baustoffe und teerhaltige Produkte ebenso handeln, wie um Kunststoff, Glas und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch solche verunreinigt sind. Die Entsorgungsgesellschaft Döbeln (EGD) hatte seinerzeit die Nutzungsänderung beantragt, um solche Abfälle dort annehmen, lagern und sortieren zu können. Danach werden sie jenen Stellen zugeführt, die diese Stoffe verwerten oder entsorgen dürfen. Als die Stadt Roßwein im Oktober 2015 ihr Einvernehmen erteilte, hatte Stadtrat Steffen Zaspel (Freie Wähler Niederstriegis) bereits die Frage einer ausreichenden Löschwasserkapazität aufgeworfen. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) verwies damals auf die Zuständigkeit des Landratsamtes als Genehmigungsbehörde.

Von Olaf Büchel

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