Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Der Herbst hält Einzug
Region Döbeln Der Herbst hält Einzug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:32 13.10.2013

[gallery:600-34259467P-1]

In Jahna fand am Sonnabend das erste Oktoberfest des Ortes statt und erwies sich als voller Erfolg. Im prall gefüllten Festzelt vor dem Vereinsheim des Dorf- und Heimatvereins Jahna wurde bis in die Nacht gefeiert, gegessen, getrunken und getanzt.

"Wir haben es uns zum Ziel gemacht, das dörfliche Zusammenleben zu fördern", so Karl-Heinz Klemm, Vorsitzender des Jahnaer Heimatvereins. Die Veranstaltungen, die der Verein über das Jahr verteilt organisiert, decken dabei zudem die Kosten, die rund um das Vereinsgebäude anfallen. "Die Oktoberfestidee kam uns in diesem Jahr zum ersten Mal", erinnert sich Karl-Heinz Klemm. "Wir haben uns gesagt: Lass es uns mal ausprobieren und dann schauen wie es so läuft."

Es lief sehr gut. Nach einer Stunde waren alle Haxen aufgegessen, von 300 Litern Bier blieb nicht viel übrig, im Zelt herrschte gute Stimmung und der eine oder andere schwang sogar das Tanzbein. "Vielleicht werden wir das Fest im kommenden Jahr erweitern und dann schon eher beginnen", meint Klemm, der die Organisation gemeinsam mit dem gesamten Vereinsvorstand leitete. Zudem halfen zahlreiche Helfer beim Aufbau und der Durchführung.

Auch ein Rahmenprogramm hatte das erste Jahnaer Oktoberfest zu bieten. Die Jahnataler Blasmusikanten zögerten ihren letzten Auftritt des Jahres extra ein wenig hinaus und spielten im Festzelt altbekannte Blasmusikklassiker auf. Zudem gab es ein Pole-Dance-Programm (Stangentanz) von Karl-Heinz Klemms Tochter Steffi und Enkelin Josi. Josi Klemm ist erst kürzlich Zweite bei den Deutschen Meisterschaften und Drittplatzierte bei den Europameisterschaften geworden und begeisterte das Jahnaer Publikum. Zum Tanz im Festzelt gab es schließlich Musik von der Eichholzdiskothek.

Viele der Gäste ließen sich nicht nur Hax'n, Brathänd'l und Bretz'n schmecken, sondern kamen auch passend in Dirndl oder Lederhose. So stand der kleine Ort Jahna dem größten Volksfest der Welt in München letztendlich kaum nach. Spaß hatten die Jahnaer wohl allemal genauso wie die Münchner.

Etwas ruhiger ging es dagegen beim Kürbisfest in Beiersdorf zu, das bereits zum zweiten Mal vom Feuerwehrverein Naunhof-Beiersdorf organisiert wurde. Vom Essen bis zu den Getränken stand vieles im Zeichen der orangenen Früchte. Vor allem die leckere Kürbissuppe, die die Mitglieder des Vereins selbst zubereiteten, schmeckte den Besuchern. "Es gibt auch Kürbisschnaps", bot Andrea Radüchel den Besuchern an. Sie ist die Schatzmeisterin des Vereins und managt damit die wichtigste Position. Zusammen mit Andreas Wonneberger und Christine Unger stand sie am Grill und verkaufte Bissfestes, wie Roster oder Steaks. "Dieses Jahr sind die Kürbisse recht mager gewachsen. Wir haben kaum große, dafür viele kleine Kürbisse", so Radüchel. Den kleinen Besuchern machte das nichts aus. Sie schnitzten auch in die kleineren Exemplare ihre liebsten Grimassen. Der Börtewitzer Kindergarten bot den Besuchern eine Bastelstraße an, wo auch die Lampions für den traditionellen Lampionumzug angefertigt werden konnten. Wer schon einen hatte, brachte ihn mit. Einmal durch das Dorf und wieder zurück zogen die Beiersdorfer und ihre Gäste.

Für alle Technikinteressierten standen alte Traktoren auf der Wiese hinter dem Festzelt. "Dort kann man sich informieren und die alte Technik bestaunen", so Andreas Wonneberger vom Feuerwehrverein. Mit den alten Kisten gab es anschließend eine kleine Ausfahrt.

Ein ganz besonderer Höhepunkt für Noah Heine und Erik Gasch war die Fahrt im Feuerwehrauto. "Das ist das beste. Wenn ich mal groß bin, fahre ich auch damit rum", freute sich der achtjährige Erik. Sein Kumpel Noah stimmte ihm aufgeregt zu.

Währenddessen kaufte sich hier und da mal ein Besucher ein Los für die Tombola - Hauptpreis: ein Schwein. "Wenn es jemand aus dem Verein gewinnt, gibt es Spanferkel für alle. So haben wir das in den vergangenen Jahren gehändelt und sind damit immer sehr gut gefahren", erzählte Wonneberger und seine Kolleginnen stimmten ihm zu. Alle drei hatten sich schon ihr Los besorgt.

In diesem Jahr musste das Kinderfest im Juni aufgrund der Hochwasservorfälle ausfallen. Deswegen wurde das Kürbisfest dieses Mal etwas größer ausgelegt. "Wir wollten nicht feiern, wenn alle anderen mit den Hochwasserfolgen zu kämpfen haben."

Judith S. Schilling/S. Jankowski

Judith Schilling

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Haus Wappenhensch der Volkssolidarität herrscht vier Monate nach der Flut weitgehend wieder Normalität. Doch neueste Gutachten zu den Flutschäden haben gerade zu einer Verdopplung der Schadenssumme auf satte 714 000 Euro geführt.

11.10.2013

Ihren dritten Heimspieltag in Folge bestreiten heute Nachmittag die Bundesliga-Floorballer des UHC Döbeln. Nach einem souveränen Auftritt vergangene Woche gegen ETV Piranhas und mit Punkten auf der Haben-Seite, mit denen man im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet hatte, sollten die Döbelner heute gestärkt in die sonnabendliche Begegnung ab 15.30 Uhr gehen.

11.10.2013

Die Stemke Kunststofftechnik platzt am Döbelner Standort an der Waldheimer Straße 1 aus allen Nähten. Mit einem längst fälligen Schachzug wird jetzt die Produktionsfläche verdoppelt - allerdings an anderer Stelle.

10.10.2013
Anzeige